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Katalysatoren benötigen eine bestimmte Mindesttemperatur, um Abgase effizient zu reinigen. Hier setzt die neue Lösung von Eberspächer an. Bild: Eberspächer

| von Fabian Pertschy

Mit seinen Active-Heating-Konzepten will Eberspächer zur weiteren Senkung von Schadstoffemissionen beitragen und dafür verschiedene Lösungen zur Serienreife bringen. Im ersten Schritt schöpft der Abgasspezialist das Potenzial in der Kaltstartphase der Pkw aus.

Das erste dieser Serienprodukte ist der EHC Lamella Heater. Er soll im Abgasreinigungssystem den Katalysator und Abgasstrom schneller auf Temperatur bringen und dadurch Emissionen senken. Bei Bedarf heizt er schon vor dem Fahrtbeginn, um die volle Funktionsfähigkeit der Abgasreinigungsanlage bereits Sekunden nach dem Motorstart sicherzustellen.

Der elektrische Heizkatalysator leitet den Abgasstrom am Einlass der Anlage über vorgeheizte Lamellen. Bei Diesel- und benzinbetriebenen Fahrzeugen wird er direkt vor den Katalysatoren eingebaut und reduziert laut Eberspächer beispielsweise die Stickstoffemissionen um bis zu 90 Prozent. Eine zusätzliche Control Unit startet, steuert und überwacht den Heizvorgang.

Die Lösung ist sowohl in Verbindung mit Metall- als auch Keramikkatalysatoren einsetzbar und lässt sich in konventionellen Abgasanlagen integrieren. Sie kann mit 48V betrieben oder bei Hybridfahrzeugen für 400V ausgelegt werden. Im Gegensatz zur Fuel Burner-Technologie komme der elektrisch betriebene Heizkatalysator ohne Kraftstoff und zusätzliche Zündquelle aus, betont der Zulieferer.

Hintergrund des Konzepts ist, dass Katalysatoren eine bestimmte Mindesttemperatur benötigen, um effizient zu arbeiten beziehungsweise Abgase zu reinigen. Diese wird in Abhängigkeit von Fahrtstrecke und -profil jedoch erst im Laufe des Motorbetriebs erreicht.

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