EDAG stellt eine wiederverwendbare Fahrzeugplattform vor.

Die Plattform besteht aus stranggezogenen Elementen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. Bild: EDAG

Gemeinsam mit 21 Partnern in ganz Europa hat sich EDAG des Themas angenommen, zirkuläre Wertschöpfungsketten für die anspruchsvollsten Verbundwerkstoffklassen zu schaffen. Zusammen mit Invent und dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU ging der Engineering-Dienstleister noch einen Schritt weiter: Das Material soll nicht nur recycelt, sondern Komponenten geschaffen werden, die über viele Fahrzeugleben hinweg wiederverwendet werden können. Das Ergebnis ist eine Fahrzeugplattform, die den Engineering-Experten zufolge auf eine Million Kilometer Nutzung ausgelegt ist.

Die Plattform besteht aus stranggezogenen Elementen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff CFK, die zu einem großen Teil zur Steifigkeit des Fahrzeugs beitragen und die Batterien vor den Auswirkungen eines Unfalls schützen sollen. Invent hat gleichzeitig eine Sitzkonstruktion umgesetzt. Insbesondere Verbundstoffe aus Carbonfasern weisen den Experten zufolge eine höhere Beständigkeit als alle anderen gängigen Stoffklassen auf. Die Zirkularität verlange nach Lösungen für abnehmbare Verbindungsstücke. Neben der Standardoption einer Verschraubung wurden überdies Konzepte zum Ablösen der Klebstoffe entweder durch spezielle Schneidverfahren oder durch Zuführung von Wärme erforscht.

Fahrzeuge sind EDAG zufolge heutzutage Verbrauchsgüter mit begrenzter Haltbarkeit. Durch Veränderungen in der Konstruktion und die begrenzte Haltbarkeit einiger weniger Teile werde die Nutzungsdauer auf weniger als 200.000 Kilometer verkürzt, eine Laufleistung die im schlechtesten Fall bereits innerhalb kurzer Zeit erreicht werde. Dem Aufwand und den notwendigen Ressourcen zur Herstellung der Komponenten werde dies nicht gerecht, so EDAG. Durch Schaffung eines zirkulären Produktlebenszyklus könne dies verbessert werden. Das Ergebnis dieses jüngsten Projekts wird auf der Milano Design Week vom 5. bis 10. September vorgestellt.

Erst zu Beginn des Jahres meldete der Ingenieurdienstleister sein Engagement im Bereich Fahrzeugbodengruppe im Rahmen des Forschungsprojekts FlexHyBat. Anfang März folgte die Nachricht über den Bau eines Versuchszentrums in München, an dem Kompetenzen und Kapazitäten im Bereich Versuch und Erprobung gebündelt werden.

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