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Wie es aussieht ist kein Hersteller vor einem Hacker-Angriff sicher – auch nicht Volkswagen. – Bild: dpa

Das Forscherteam informierte anschließend umgehend den Volkswagen-Konzern ? und das schon vor über einem Dreivierteljahr. Der Wolfsburger Autobauer ließ es allerdings gerichtlich untersagen, die Daten zu veröffentlichen. Die wissenschaftliche Publikation des Forscherteams zum VW-Hack wird erst jetzt auf der Usenix-Konferenz in Washington D.C. vorgestellt.

Das niederländisch-britische Team hatte entdeckt, dass sich Motorolas Megamos-Transponder, der in den Autoschlüsseln unter anderem von Volkswagen verwendet wird, hacken lässt. Normalerweise erkennt die Wegfahrsperre, die mit dem Zündsystem des Autos verbunden ist, ob der RFID-Chip im Schlüssel vorhanden ist oder nicht. Fehlt dieser, weiß das System, dass der Schlüssel nachgemacht wurde. Folge: Es geht von einem Diebstahlversuch aus und der Motor kann nicht gestartet werden.

Laut Informationen des IT-Portals golem.de fanden die Forscher drei Möglichkeiten, diese Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen und den Wagen zu starten. Bei einem Angriff gelang das schon nach wenigen Minuten mit einem Standardnotebook.

Mittlerweile haben die Forscher nach langen Verhandlungen mit VW die Erlaubnis, ihren Bericht ? in einer überarbeiteten Version ? zu veröffentlichen. Neben dem Volkswagen-Konzern verwenden auch Fiat, Honda und Volvo den Megamos-Transponder von Motorola. Das sind bei weitem jedoch nicht die einzigen Autobauer, die Opfer eines Hackerangriffs wurden. Erst gestern wurde bekannt, dass sich die Chevrolet Corvette per SMS hacken lässt.

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gp