Auftragen einer Korrosionsschutzschicht durch eine schwermetallfreie Tauchlackierung (Bild: BASF).

Auftragen einer Korrosionsschutzschicht durch eine schwermetallfreie Tauchlackierung (Bild: BASF).

Die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens mit Sitz in Düsseldorf bedarf noch der kartellrechtlichen Zustimmung. Das Joint Venture wird voraussichtlich Anfang 2011 seine Arbeit aufnehmen.

Das Joint Venture ist zunächst auf Forschung und Entwicklung ausgerichtet. Es soll die spezifischen Kompetenzen beider Unternehmen in den Bereichen Metallvorbehandlung und Tauchlackierung zusammenführen. Dabei ist es das Ziel, Produkte und Verfahren zu entwickeln, die hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Leistungsfähigkeit und Umweltverträglichkeit deutliche Vorteile bieten gegenüber den heutigen Standardprozessen zum Korrosionsschutz in der Automobilindustrie. Bei erfolgreicher Entwicklung derartiger Produkte und Verfahren beabsichtigen Henkel und BASF Coatings, diese gemeinschaftlich in der Automobilindustrie zu vermarkten.

„Insbesondere eine Verringerung der Prozessschritte für Metallvorbehandlung und Korrosionsschutz würde Kunden für die erste Phase der Automobillackierung umfassende Vorteile bieten“, erläutert Paul Kirsch, Corporate Senior Vice President Transport and Metal, Henkel. „BASF und Henkel verfügen jeweils über sehr hohe und sich ergänzende Kompetenzen beim automobilen Korrosionsschutz“, erklärt Raimar Jahn, Leiter des
Unternehmensbereichs Coatings der BASF-Gruppe. „Die gezielte Kombination dieser Erfahrungen und Fähigkeiten bietet eine solide Grundlage für die Erforschung einer neuen effizienten Technologie“, so Jahn. Beide Partner werden ihr bisheriges Produktportfolio weiterhin getrennt vermarkten.