Kältemittel / Klimaanlage

Honeywell: Die Verwendung des Kältemittels 1234yf ist dem Hersteller Honeywell zufolge sicher, weil das entstehende Giftgas nur Sekundenbruchteile existiere. Bild: Viper - Fotolia.com

“Anders als von den Autoren der Studie behauptet, ist Carbonylfluorid (COF2) ein als solches längst bekanntes Abbauprodukt von HFO-1234yf”, teilte Honeywell mit. Das hochgiftige Carbonylfluorid entsteht demzufolge auch bei der Verbrennung des aktuell verwendeten Kältemittels HFC-134a, das derzeit in Hunderten von Millionen von Fahrzeugen eingesetzt wird.

Dennoch sei die Verwendung des Kältemittels sicher, weil der sich bildende Giftstoff extrem instabil sei: “Wenn COF2 sich unter entsprechenden Bedingungen bildet, existiert es nur für den Bruchteil einer Sekunde ? und damit nicht lange genug, um Passanten, Insassen oder Ersthelfer zu gefährden”, so Honeywell. Das Unternehmen beruft sich bei seiner Einschätzung auf eine Studie, die bereits vor Jahren veröffentlicht wurde. Demzufolge wurden im Rahmen eines kooperativen Forschungsprojektes der SAE International, dem Verband der Automobilingenieure, COF2-Daten geprüft und festgestellt, dass 1234yf sicher in Autoklimaanlagen eingesetzt werden könne.

Im März hatte das höchste wissenschaftliche Gremium der Europäischen Kommission ebenfalls die Sicherheit von HFO-1234yf bestätigt.

Mittlerweile wird die Zahl der der Pkws, die in Deutschland mit R1234yf ausgestattet sind, mit gut 120.000 Fahrzeugen angegeben. Das ergibt sich aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Partei Die Linke.

Chemiker um Prof. Andreas Kornath von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) hatten gestern (9. April) in der “Zeitschrift für Naturforschung” berichtet, dass 20 Prozent der Gase beim Brand von 1234yf aus dem hochgiftigen Carbonylfluorid bestehen.

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Andreas Karius