Hyundai rüstet sich mit der E-GMP-Plattform für die Zukunft.

Die neue Fahrzeugarchitektur wurde von Hyundai entwickelt und wird unter der Hyundai-Submarke Ioniq vertrieben. Bild: Hyundai

Auf Basis der neuen Fahrzeugarchitektur E-GMP, die von Hyundai entwickelt wurde, kündigt der südkoreanische Hersteller unter seiner Submarke Ioniq eine Generation neuer Modelle an, die von signifikanten Verbesserungen im Entwicklungsprozess profitieren sollen. Der Hyundai Ioniq 5 ist das erste batterieelektrische Fahrzeug auf Basis dieser Plattform.

Beim OEM spricht man mit Blick auf die Fahrzeugarchitektur von einer noch nie dagewesenen Freiheit hinsichtlich des Fahrzeugdesigns. Die Kunden sollen von einer verbesserten Reichweite und dank 800-Volt-Technologie von einer sehr schnellen Ladeleistung profitieren.

In den nächsten fünf Jahren plant die Hyundai Motor Group insgesamt 23 elektrifizierte Modelle auf den Markt zu bringen, davon elf reine Elektrofahrzeuge wie die Modelle Ioniq 5, 6 und 7. Ziel sei es, bis 2025 mehr als eine Million E-Autos weltweit zu verkaufen.

Schnelles Laden mit 800-Volt-Technik

Herz der E-GMP-Architektur ist ein großes, flach im Fahrzeugboden untergebrachtes Akkupaket mit hoher Kapazität, das beim Ioniq 5 Reichweiten von bis zu 485 Kilometern nach WLTP ermöglichen soll. Als einen Vorteil hebt der Hersteller die Schnellladefähigkeit hervor.

So könne an einer 350-Kilowatt-Ladestation die Batterie mithilfe der 800-Volt-Technik in lediglich 18 Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen werden. Im Vergleich dazu würde ein mit 400-Volt-Technik ausgestattetes Fahrzeug für denselben Ladevorgang etwa doppelt so lange benötigen. Das Nachladen für 100 Kilometer Reichweite nach WLTP soll bereits nach fünf Minuten abgeschlossen sein.

Dank einer Boost-Konvertierung können der hintere Elektromotor und der Wechselrichter eine 400-Volt-Ladung intern in 800 Volt umwandeln, bevor der Strom die Akkus erreicht. Dieses System biete den Kunden die Vorteile der 800-Volt-Schnellladung, unabhängig von der tatsächlichen Spannung des Ladegeräts.

Hyundai rüstet sich mit der Elektro-Plattform E-GMP für die Zukunft .
Herz der E-GMP-Architektur ist ein im Fahrzeugboden untergebrachtes Akkupaket. Bild: Hyundai

E-GMP erlaubt bidirektionales Laden

Mit der Vehicle-to-Load-Funktion (V2L) verfügt jedes Elektrofahrzeug mit E-GMP über die Möglichkeit des bidirektionalen Ladens. Die Hochvoltbatterie kann als sogenannte Powerbank fungieren und externe Elektrogeräte wie E-Bikes, E-Scooter oder Notebooks mit einer maximalen Leistung von 3,68 Kilowatt während der Fahrt oder im Stand mit bis zu 230-Volt-Wechselstrom versorgen.

Durch die Verwendung standardisierter Batteriezellen und Module innerhalb einer großen Einheit sei es möglich, im Reparaturfall lediglich einzelne Module zu ersetzen oder zu überarbeiten. Die Ingenieure haben mit der E-GMP eine flexible und modulare Plattform geschaffen, deren Basis für verschiedene Fahrzeugsegmente eingesetzt werden kann.

Standardmäßig ist die neue Elektro-Plattform auf Heckantrieb ausgelegt. Sie kann durch einen zusätzlichen Motor wie beim Hyundai Ioniq 5 aber auch auf Allradantrieb aufgerüstet werden. Die Platzverhältnisse im Innenraum sind unabhängig von der Antriebsvariante. Die Batterie wird in der neuen Plattform durch eine spezielle Karosseriestruktur im Bodenbereich aus ultrahochfestem Stahl geschützt. Im Fall einer Kollision absorbieren vorne und hinten spezielle Kollisionsrahmen die Aufprallenergie und leiten sie nach außen um das Akkupaket herum ab.

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