Peter Schreyer

Peter Schreyer: "Wir sind Mainstream-Marken mit Premiumanspruch. Hyundai geht schon mehr in den Premiumbereich." - Bild: Kia

Hyundai-Kia-Designchef Peter Schreyer, der Ende 2012 zu einem von drei Präsidenten des koreanischen Autokonzerns ernannt wurde, sieht in seiner Berufung ein Signal, dass die Rolle des Designs bei dem koreanischen Konzern noch wichtiger wird. “Dass ich diesen Titel erhalten habe, ist auch eine Anerkennung dessen, was wir bisher erreicht haben. Das Design wird auf eine höhere Ebene gehoben”, sagte Schreyer der Zeitschrift “Auto Motor und Sport”. “Und die Stellung des Designs wird in der Firma stärker verankert.”

Beide Marken müssen stärker differenziert werden

Seine Aufgabe werde es jetzt sein, beide Marken noch stärker zu differenzieren. “Beide müssen eine eigenständige Richtung finden.” Vice-Chairman Chung Eui-sun vergleiche Kia mit einem Schneekristall, Hyundai sei wie ein Wassertropfen. “Und ich finde, das fasst es gut zusammen. Kia ist straff, architektonisch und strukturiert aufgebaut. Bei Hyundai sind die Linien etwas fließender.”

Jetzt gehe es darum, diese Unterschiede weiter herauszuarbeiten. Die Richtung für Kia zeige beispielsweise die in Genf gezeigte Studie Provo. “Gerne würde ich so einen Sportwagen konzipieren und bauen. Der Provo strahlt Frische und Optimismus aus und zeigt, dass Kia eine junge, ehrgeizige Marke ist, so gesehen auch sportlicher.”

Hyundai werde sich dagegen mehr in Richtung Premium entwickeln. “Hyundai ist eher die klassischere der beiden Marken”, so Schreyer. “Wir sind Mainstream-Marken mit Premiumanspruch. Hyundai geht schon mehr in den Premiumbereich. Mehr Qualität, mehr Designqualität wird eine Stärke beider Marken sein.”

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Auto Motor und Sport/Guido Kruschke