Dr. Alexander Sagel, Leiter Division Hardparts der KSPG AG: ?Starkes Interesse der Kunden an der Stahlkolben-Technologie?. Bild: KSPG

Dr. Alexander Sagel, Leiter Division Hardparts der KSPG AG: ?Starkes Interesse der Kunden an der Stahlkolben-Technologie?. Bild: KSPG

Dr. Alexander Sagel, Leiter der Division Hardparts des zum Rheinmetall Konzern gehörenden Automobilzulieferers KSPG AG, nahm den Preis zusammen mit Vertretern der beteiligten Unternehmen auf der Preisverleihung in Berlin aus den Händen der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, entgegen. Die in nach Nutzfahrzeugen sowie im Rennspsort beliebten Stahlkolben halten nun auch in Diesel-Pkw Einzug. Der prämierte Kolben der KS Kolbenschmidt GmbH wurde denn auch weltweit erstmalig in Großserie in den V6-Dieselmotoren der E-Klasse von Mercedes-Benz (E 350 BlueTEC) eingesetzt, wo er für eine Verbrauchsreduktion von drei Prozent verantwortlich ist. “Wir stellen aktuell ein sehr großes Interesse unserer Kunden an dieser Technologie fest. In den jetzt entstehenden Konzepten künftiger Generationen europäischer Hochleistungs-Dieselmotoren finden sich fast ausschließlich Stahlkolben“, so Sagel.

Bis zu 50 Prozent der mechanischen Reibleistung im Motor werden von der Kolben-/Laufbahngruppe verursacht. Durch Downsizing-Konzepte, wie Verkleinerung von Hubraum bzw. Reduzierung der Zylinderanzahl, werden die mechanischen und thermischen Anforderungen an die Motorbauteile weiter steigen, so die KSPG-Experten. Kolben aus Stahl seien durch ihr Design und ihre Werkstoffeigenschaften für eine sehr kompakte Bauweise mit hohen Leistungsreserven geradezu prädestiniert. Die hohe Festigkeit von Stahl erlaube konstruktiv eine deutlich kleinere Dimensionierung von Kolbenhöhe und Wandstärke im Vergleich zu Kolben aus Aluminium. So konnte etwa die Kompressionshöhe des Kolbens um ca. 30 Prozent reduziert werden, was nicht nur Bauraum-, sondern auch Gewichtsvorteile bringe. Weitere Vorteile des Werkstoffs Stahl, sind laut KSPG seine geringere Wärmeausdehnung im Vergleich zu Aluminium sowie die geringe Wärmeleitfähigkeit. Damit steige die Zündwilligkeit, und die Dauer des Verbrennungsprozesses werde reduziert. “Der dadurch verbesserte thermodynamische Wirkungsgrad bewirkt einen geringeren Verbrauch und einen verminderten Schadstoffausstoß”, so die Experten.

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