Eine elektrische Hauptkühlmittelpumpe bietet die Möglichkeit, den Kühlmittelstrom in der Warmlaufphase des Motors vollständig zu unterbinden, indem sie deaktiviert bleibt. Bild: Mahle

Eine elektrische Hauptkühlmittelpumpe bietet die Möglichkeit, den Kühlmittelstrom in der Warmlaufphase des Motors vollständig zu unterbinden, indem sie deaktiviert bleibt. Bild: Mahle

Die Antriebsstrang-Spezialisten von Mahle sehen durch die zahlreichen Optionen der Elektrifizierung bis hin zum Plug-in-Hybrid ein Potenzial von gesamt bis zu 65 Prozent CO2-Reduzierung. Neben einer unmittelbaren Unterstützung des Verbrennungsmotors wie dem Boosten, der Start-Stopp-Funktionalität oder der Hybridisierung führen ein intelligentes Thermomanagement und die Elektrifizierung von Nebenaggregaten zu spürbaren Effizienzsteigerungen. So ergibt sich laut der Stuttgarter Experten alleine über den Ersatz des pneumatischen Wastegate-Aktuators durch eine elektrische Variante, die Mahle bereits seit 2009 für die Großserie liefert, eine CO2-Einsparung von rund zwei Prozent. Eine weiterführende Entlastung beziehungsweise Unterstützung des Verbrennungsmotors birgt die Elektrifizierung von Nebenaggregaten. Insbesondere mit Blick auf 48-Volt-Anwendungen.

Mit der Entkopplung vom Riementrieb bieten sie nicht nur Packaging-Vorteile durch die beliebige Platzierungsmöglichkeit, es entfallen auch die mechanischen Verluste am Verbrennungsmotor. Die Energie für elektrische Nebenaggregate kann laut der Experten über Rekuperation gewonnen werden. Zudem erfolge der Betrieb unabhängig von Motordrehzahl und Druck und lasse sich so rein auf den Bedarfsfall und äußerst präzise auslegen. Eine elektrische Hauptkühlmittelpumpe, wie sie Mahle aktuell präsentiert, biete dadurch zum Beispiel die Möglichkeit, den Kühlmittelstrom in der Warmlaufphase des Motors vollständig zu unterbinden. Nach dem Warmlauf könne der Betrieb der Kühlmittelpumpe vollvariabel in Abhängigkeit des Fahrzustands erfolgen, so die Mahle-Experten. In Summe ergebe sich durch den Einsatz des Systems eine mögliche CO2-Reduzierung von bis zu fünf Prozent.

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