Installation eines Fahrzeugdisplays

Die Coronakrise führt im Bereich Automobilelektronik zu Einbußen. Fortschrittlich aufgestellte Zulieferer treffen die Folgen jedoch weniger schwer. Bild: Tesa

| von Werner Beutnagel

Demnach werde die Nachfrage nach entsprechenden Lösungen im Jahr 2020 um mindestens acht Prozent sinken, im schlimmsten Szenario drohen sogar Einbußen von 15 Prozent. Vor allem durch Komponenten für Elektrofahrzeuge und Fahrerassistenzsysteme werde der Markt zwar mittelfristig seinen Wachstumskurs fortsetzen, 2020 werde jedoch ein hartes Jahr für entsprechende Zulieferer.

Bis zum Jahr 2026 rechnen die Analysten damit, dass alleine Tier-Eins-Zulieferern Aufträge im Wert von rund 78 Milliarden US-Dollar fehlen werden. „Wie es Zulieferern in den kommenden Monaten ergehen wird, hängt in hohem Maße vom jeweiligen Produktportfolio ab“, erklärt Ian Riches, Vice President der Global Automotive Practice bei Strategy Analytics. „Unternehmen, die im Bereich Elektrifizierung und Fahrerassistenz stark aufgestellt sind, werden deutlich weniger Probleme haben als andere Betriebe.“

Gleichzeitig seien auch regionale Unterschiede in der aktuellen Entwicklung ersichtlich, so Riches weiter. „Die Erholung in Südkorea oder China scheint derzeit stabiler zu sein als in anderen zentralen Automotive-Märkten. Autohersteller und Zulieferer, die in diesen Regionen stark verwurzelt sind, dürften sich im Vergleich zu internationalen Mitbewerbern in einer stärkeren Position wiederfinden.“ Dieses Ungleichgewicht könnte im Laufe des Jahres unter anderem zu verschiedenen Firmenübernahmen führen.