TDI-V6-Dieselmotor mit 3 Litern Hubraum von Audi

Doch ein Saubermann? Eine neue Studie bescheinigt modernen Dieselmotoren einen deutlich weniger großen Einfluss auf die Feinstaubbelastung. Im Bild ein TDI-V6 von Audi. Das Bild zeigt einen DI-V6-Dieselmotor mit 3 Litern Hubraum von Audi. Bild: Audi

Die UNECE, eine von fünf regionalen Kommissionen der Vereinten Nationen, kommt in der neuen Studie “Dieselmotoremissionen: Mythos und Wirklichkeit” zu folgendem Schluss: “Aus den oben genannten Daten und Fakten schließen wir mit einem hohen Grad an Zuverlässigkeit, dass die Behauptung, die Belastung des Menschen durch Dieselfahrzeuge im Straßenverkehr verursache ein höheres Lungenkrebsrisiko, irreführend ist”.

In der Europäischen Union seien andere Wirtschaftsbereiche, hauptsächlich Handel, Institutionen und Haushalte, für dreiundachtzig Prozent der Feinstaubbelastung verantwortlich. In den USA ( und Kanada sind es 97 Prozent. Fazit: “Aus diesem Grund muss die Behauptung, Dieselmotoremissionen im Straßenverkehr seien die Hauptursache für Lungenkrebs beim Menschen, ernsthaft auf den Prüfstein kommen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Maßnahmen zur Senkung der Umweltbelastung durch den Transportsektor aufhören können. Im Gegenteil: Sie müssen auf aggressive und gezielte Weise fortgeführt werden”, liest man in der UNECE-Studie.

Dieselmotoren nicht zu ersetzen

Die UNECE-Studie weiter: “Dieselmotoren sind derzeit für das Wirtschaftswachstum und die gesamte Wirtschaftsaktivität nicht wegzudenken. Daher ist es zu diesem Zeitpunkt nicht machbar, sie zu ersetzen und abzuschaffen.”

“Die Entwicklung neuer sauberer Dieseltechnologien für Pkws, Lkws, Busse, Bau- und landwirtschaftliche Fahrzeuge hat in den vergangenen zwanzig Jahren zu einer Senkung der Feinstaub- und Stickoxidbelastung um mehr als 90 Prozent geführt”, so Allen Schaeffer, Geschäftsführer des Diesel Technology Forums. Die nun vorgelegte Studie biete unterstreiche den in der Umweltdebatte oft unterschätzten Aspekt, dass die Schadstoffbelastung durch Fahrzeuge mit Dieselmotoren dramatisch zurückgegangen sei und in entwickelten Ländern keine bedeutende Feinstaubbelastung darstelle.

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dpa/Frank Volk