Neuester Erfolg der MOST-Technologie: heute stützen sich 100 Fahrzeugmodelle auf den MOST

Neuester Erfolg der MOST-Technologie: heute stützen sich 100 Fahrzeugmodelle auf den MOST Infotainment-Backbone.

Die Zahl der Automodelle, die sich auf den MOST Infotainment-Backbone stützen, hat jetzt die Einhundertmarke erreicht, das heißt, 100 Fahrzeugmodelle sind bereits auf den Straßen unterwegs. Diese schnelle Wachstumsrate der Implementierung belegt sowohl die Praxistauglichkeit als auch die Zuverlässigkeit von MOST. Lediglich drei Jahre nach Gründung der MOST Cooperation im Jahr 1998 wurde 2001 das erste MOST Auto eingeführt. Im folgenden Jahr setzten bereits 13 weitere Modelle den MOST Infotainment-Backbone ein. Bereits im Oktober 2007 hatte die Technologie ihren Einzug in 50 Fahrzeugmodelle gehalten, um schon im März 2009 auf eine Anzahl von 68 Modellen anzusteigen. Nur ein Jahr später befinden sich 50 Prozent weitere Modelle auf den Straßen und die MOST Technologie erobert nun auch die Massenmärkte.

Dem Start in Europa vor neun Jahren folgten im Jahr 2007 asiatische Fahrzeughersteller mit ihren ersten Autos mit integriertem MOST. Heute stehen bereits 22 Modelle von Herstellern aus Asien zur Verfügung. Jetzt nimmt die MOST Technologie mit dem ersten US-Fahrzeughersteller, der an zukünftigen MOST basierten Automodellen arbeitet, Kurs auf den amerikanischen Kontinent.

Die MOST25 Technologie – die auf der optischen Datenübertragung mit Lichtwellenleitern basiert und seit vielen Jahren in Europa weiterentwickelt wurde – ist in den europäischen und koreanischen Märkten etabliert. Die japanischen und US-amerikanischen Märkte bevorzugen MOST50, die zweite Generation des Multimediastandards. Das wesentlichste, neue Merkmal von MOST50 ist die sehr kostengünstige Datenübertragung über ungeschirmte, verdrillte Kupferkabel (UTP, unshielded twisted pair) unter Einhaltung der im Automobilsektor herrschenden strengen Vorgaben an die elektromagnetische Verträglichkeit. Heute befinden sich diverse Fahrzeughersteller bereits mit ersten Serienprojekten in der Implementierungsphase der neuesten MOST Technologie MOST150 auf Basis von optischen Polymerfasern (POF). Damit verringert sich das Gewicht der Verkabelung beträchtlich. Ein weiterer Aspekt ist die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV): Aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften interferiert die optische Übertragung nicht mit elektromagnetischen Feldern – weder in Bezug auf Emission noch auf Störfestigkeit. In Hinblick auf Umweltverträglichkeit und Elektromobilität entspricht die POF-Technologie dem Stand der Technik.

Die Fahrzeugmodelle, in denen MOST zum Einsatz kommt, umfassen bereits mehr als 10 Hybrid-Fahrzeugmodelle. Der Kunststoff-Lichtwellenleiter, auf den vor zehn Jahren die Wahl fiel, erfüllt aufgrund des geringeren Gewichtes und seiner physikalischen Eigenschaften am besten die Anforderungen, die Hybrid- und Elektroantrieben verlangen. Die MOST Technologie stellt damit die moderne Plattform energiesparender Infotainmentsysteme dar.

Der Einsatz der MOST Technologie weitet sich rasant aus dem Premium-Fahrzeugsegment auf die hochvolumigen Märkte der Mittelklassefahrzeuge aus. Die MOST Cooperation begrüßt die Expansion des Multimedianetzwerkes auf den Mittelklassesektor als weiteren bedeutenden Meilenstein. Während die Zahl der Fahrzeugmodelle linear ansteigt, wird sich nun die Zahl der Autos auf den Straßen exponentiell vergrößern.

Nach dem Einsatz der ersten Generationen MOST25 und MOST50 befindet sich die neuste Spezifikation Rev. 3.0 für MOST150 auf dem Weg in die Produktion. Diverse Fahrzeughersteller haben bereits Serienprojekte zur Integration von MOST150 begonnen. Audi und Daimler werden die ersten Automobilhersteller sein, die MOST150 in einem Serienfahrzeug integrieren. MOST150 bietet eine höhere Bandbreite von 150 MBit/s, einen isochronen Übertragungsmechanismus zur Unterstützung komplexer Videoanwendungen sowie einen eingebetteten Ethernet-Kanal für die effiziente Übertragung von IP-Paketen. Es besticht durch die enorme Steigerung der Geschwindigkeit sowie bemerkenswerte Fortschritte in der Kosteneffizienz. Während die ersten Automobilhersteller den Einsatz des MOST150 Netzwerks in ausgewählten Fahrzeugen ab 2012 planen, konzentrieren sich die Lieferanten von Geräten, Tools und Softwarelösungen bereits auf die Optimierung ihres MOST150 Produktportfolios, um die Umsetzung in zukünftigen Fahrzeugmodellen zu erleichtern.

Die MOST Architektur vereinfacht den Wechsel zwischen den Geschwindigkeitsgraden, indem die Programmierschnittstellen zu den Anwendungen unverändert bleiben und sich nur die physikalischen Interfaces je nach Anforderung weiterentwickeln.