TDI-Motor für den VW Golf

TDI-Motor für den VW Golf: Die weitere Reduzierung der CO2-Werte sieht auch Volkswagen als eine der wesentlichen Herausforderungen. Bild: Volkswagen

Unter dem Motto “Performance und Effizienz” stellte VW so unter anderem seine nächste Generation von Downsizing-Verbrennungsmotoren im Einstiegssegment vor: Den 3-Zylinder-TDI und den 1,0 Liter-3-Zylinder TSI. Der TSI-Motor geht in Fahrzeugen der A0-Klasse (Polo) und A-Klasse (Golf) in Serie. Der 3-Zylinder soll geringe Abgasemissionen mit einem niedrigen Kraftstoffverbrauch ohne Einschränkungen beim Fahrspaß vereinen, so VW.

Mit Turboaufladung und Direkteinspritzung leistet der 3-Zylinder im Golf 85 kW, im Polo 705 und 81 kW. Das maximale Drehmoment beträgt bei der 70 kW Variante 160 Nm, in den beiden höheren Leistungsstufen bei 200 Nm. Auf Basis dieses neuen 1,0-Liter-TSI Dreizylinder wird es zukünftig auch eine CNG-Variante geben. Damit wird der Ausbau des Erdgas-Modellportfolios in das Kleinwagensegment fortgeführt.

1,4-Liter 3-Zylinder TDI

Im Rahmen seiner Aggregate-Strategie erweitert der Konzern den Modularen Dieselbaukasten auch um einen neuen 1,4-Liter 3-Zylinder Motor. Die kompakte Bauweise ermöglicht laut VW den Einsatz in Fahrzeugen der Segmente A0 und A des Volkswagen-Konzerns. Zunächst setzt der neue 3-Zylinder TDI in insgesamt drei Leistungsstufen (556, 667 und 77 kW) ein, bei einer Drehmomentspanne von 210 bis 250 Nm.

Während das Vorgänger-Aggregat mit ebenfalls 55 kW ein Drehmoment von 175 Nm auf die Kurbelwelle stemmte, sind es beim neuen Motor mit 210 Nm 20 Prozent mehr. Die neuen TDI-Motoren, die zudem durchgängig die EU6-Abgasnorm erfüllen, lösen alle bisherigen Dieselmotoren (1,2-Liter 3-Zylinder TDI und 1,6-Liter 4-Zylinder TDI) im Polo ab.

Einen Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten, sowohl bei den TSI- als auch bei den TDI-Aggregaten, stellte die Verbrauchs- bzw. CO2-Absenkung dar, so der Autohersteller. Gegenüber den Vorgängermotoren konnte eine Verbrauchsreduzierung um bis zu 21 Prozent erreicht werden. Trotz der für die anspruchsvollen Emissionsvorschriften erforderlichen zusätzlichen Technikbausteine, konnte durch konsequenten Leichtbau und den Umstieg auf ein Aluminium-Zylinderkurbelgehäuse eine Gewichtsreduzierung um zirka elf Kilogramm gegenüber dem bisherigen Dreizylindermotor erzielt werden, so Volkswagen. Im Vergleich zum abgelösten Vierzylinderaggregat beträgt die Gewichtsreduzierung sogar rund 30 Kilogramm.

Neußer erklärte, dass beispielsweise neueste Turbolader-Technologien wie der „Electric Booster” zur Verbesserung des dynamischen Drehmomentaufbaus künftige Downsizing-Strategien wirkungsvoll unterstützen könnten. Neben ersten Einblicken in die neuen Triebwerke aus dem Hause Volkswagen, wie dem neu entwickelten 2,0-Liter-TDI Biturbo mit 176 kW für den neuen Passat oder den 2,0-Liter-TSI mit bis zu 294 kW für die sportlichsten Golf Modelle, zeigte Neußer auch die neueste Entwicklungsspitze auf dem Gebiet der DSG-Getriebe: das neue 10-Gang-DSG für Drehmomente von 500 Newtonmeter und mehr.

Aber auch beim Thema Erdgas als Kraftstoff geht die Entwicklung weiter. Der weltweite Bestand an Erdgasfahrzeugen wächst mit einer jährlichen Rate von mehr als 24 Prozent steil an. Die Elektrifizierung sei ein weiterer Baustein zur Erfüllung der ehrgeizigen CO2-Ziele. Auch die Brennstoffzelle sei bereits für die Integration vorbereitet. Beim Thema Wasserstoff liegen die Herausforderungen jedoch primär bei der Verfügbarkeit und Speicherung, so der Hersteller.

Volkswagen / Andreas Karius

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