Continental Steuergeraet 7-DCT

Neues integriertes Getriebesteuergerät von Continental für die neue Generation der Audi Siebengang S tronic als Automatik mit Frontantrieb. Bild: Continental

Wie Continental aktuell mitteilt, repräsentiere das Getriebesteuergerät für die neue Generation der Audi Siebengang S tronic einen weiteren Meilenstein in der bereits Jahre währenden Tradtion der Steuergeräte-Entwicklung – besonders die Sicherheitsphilosophie des Steuergerätes. Die gewählte Hard- und Software-Architektur erfüllt für die sicherheitskritischen Funktionen die Einstufung ASIL-D (Automotive Safety Integrity Level, Stufe D) nach der Norm ISO 26262 und damit die derzeit strengsten Sicherheitsanforderungen an elektrische/elektronische Automobilsysteme. „Dazu haben wir eine neue Architektur und neue Technologien eingesetzt. Wir sind stolz darauf, dass Audi uns diese verantwortungsvolle Aufgabe übertragen und uns eng in die Entwicklungsphase eingebunden hat”, wie Rudolf Stark, Leiter des Continental Geschäftsbereichs Transmission in der Division Powertrain, betont.

Die Kernaufgabe des Steuergerätes besteht darin, alle Getriebefunktionen bereit zu stellen. Dazu gehört auch, zahlreiche Sensordaten zu verarbeiten und viele Aktuatoren anzusteuern. Deshalb ist die konstruktive und funktionale Verknüpfung der Getriebesteuerung zur Mechatronik des Getriebes sehr eng. Und das unter erschwerten Bauraumbedingungen: Die neue Siebengang S tronic gehört zum modularen Längsbaukasten (MLB) und ist daher sehr kompakt. In die neue Getriebesteuerung ist zusätzlich die Ansteuerung einer elektrischen Getriebeölpumpe integriert. Ihr bürstenloser Motor fördert bedarfsgerecht die richtige Ölmenge zur Doppelkupplung und zu den Gangstellern. Dieses „Power-on-Demand“-Konzept senkt den Energiebedarf des Getriebes. Um die Pumpe anzusteuern, werden im Steuergerät Leistungsbauelemente benötigt.

„Wegen des kompakten Bauraums innerhalb der MLB-Vorgaben haben wir Signalverarbeitung und Leistungselektronik zusammen auf einer Platine untergebracht“, so Armin Gottschaller, Entwicklungsleiter des Geschäftsbereichs Transmission. „Um das umzusetzen, haben wir ein hochtemperaturfestes Substrat als Träger für die Komponenten verwendet.“ Dieses so genannte Bare-Die High-Density Interconnect Substrat (BD-HDI) ist eine Eigenentwicklung des Geschäftsbereichs Transmission. „Mittlerweile ersetzt BD-HDI immer häufiger keramische Substrate, weil wir damit anspruchsvolle Temperaturbedingungen mit gestiegenem Funktionsumfang verbinden können“, sagt Gottschaller weiter. So arbeitet die neue Siebengang S tronic-Steuerung in bis zu 148°C heißem Getriebeöl.

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