Aufbau der Dieselabgas-Nachbehandlungsanlage

Aufbau der Dieselabgas-Nachbehandlungsanlage

Dabei verfügt das Bauteil über die gleiche Verbrennungsleistung wie herkömmliche Katalysatoren auf Platinbasis, erreicht diese aber bei einer geringeren Temperatur (im Laborexperiment ca. 20 Prozent niedriger). Da auf diese Weise weniger Energie benötigt wird, um die optimale Temperatur der Katalysatorreaktionen zu erreichen, verringert sich auch der CO2-Ausstoß. Für Fahrzeuge mit Dieselantrieb stellt der neue Katalysator von Panasonic demnach eine kostengünstige und energiesparende Lösung dar. Gleichzeitig trägt die Innovation den Bestimmungen zu Dieselemissionen Rechnung, die vor allem in Europa, den USA und Japan zunehmend strenger werden. Die ersten Prototypen werden noch in diesem Monat ausgeliefert.

Der Katalysator mit der neuartigen Alkalimetall-Verbindung wurde von einem Panasonic Tochterunternehmen entwickelt, der Panasonic Ecology Systems Co., Ltd. Er beschleunigt die Oxidierung von Feinstaub und zersetzt diesen direkt ohne Einsatz von Platin. Arbeitet der neue Katalysator bei derselben Temperatur wie ein herkömmlicher Platinkatalysator, wird die Verbrennung beschleunigt. Zum Vergleich: Zurzeit ist in Anlagen zur Behandlung von Dieselabgasen Platin als Reinigungskatalysator üblich. Dies ruft höhere Kosten sowie eine stärkere Anfälligkeit auf Preisschwankungen hervor. Außerdem brauchen herkömmliche Anlagen bei der Feinstaubbehandlung Kraftstoff, um die optimale Temperatur zu erreichen, die für eine Katalysereaktion erforderlich ist. Der Gesamtnutzen der Anlage wird dadurch beeinträchtigt.

Schema der Feinstaubverbrennung durch das Katalysator-beschichtete DPF

Standard-Nachbehandlungsanlagen für Dieselabgase bestehen aus einem Dieseloxidations-Konverter (DOC) , der Kohlenwasserstoffe (HC) und Kohlenmonoxid (CO) entfernt, und einem Katalysator-beschichteten Dieselpartikelfilter (DPF) für den Feinstaub. Bei herkömmlichen Katalysatoren benötigt auch der DOC selbst Platin, um Stickstoffdioxid (NO2) zu erzeugen, was wegen seiner oxidierenden Wirkung in dieser Art von Zersetzung unbedingt erforderlich ist. Da der neu entwickelte Katalysator von Panasonic Feinstaub ohne NO2 zersetzt, kann die Menge an Platin im DOC deutlich verringert werden. Das wirkt sich positiv auf die Gesamtkosten der Anlage aus.

Panasonic hat nicht nur die neue Metallverbindung entwickelt, sondern auch eine neue Art der Beschichtung, um die Leistung des Katalysators in einer Vielzahl von DPF-Arten (Cordierit , SiC , Metall usw.) zu maximieren. Damit Alkalimetall-Verbindungen ohne Einschränkung der Lebensdauer genutzt werden können, war schließlich die Entwicklung eines neuen Additivs erforderlich. Zur Arbeit am technischen Fortschritt hat Panasonic 84 Patenten in Japan sowie sieben in weiteren Ländern angemeldet oder beantragt.