Kirchhoff StreetScooter

Kirchhoff Automotive Entwicklungsleiter Dipl.-Ing. Christoph Wagener hat an der Konzeption der skalierbaren StreetScooter Karosserie mitgewirkt. - Bild: Kirchhoff

In jeder Hinsicht wegweisend soll es sein, was ein Konsortium aus Hochschulforschern und mittelständischen Automobilzulieferern auf die Räder stellt: Bei diesem Projekt geht es um die Entwicklung und Fertigung eines von Grund auf neu konstruierten E-Fahrzeugs. Ganz einfach – kostengünstig und reduziert auf das Wesentliche. Das ist die Mission des StreetScooter Teams. Spätere Kosten für das Fahrzeug: 5.000 Euro, wobei die Batterie per Leasing finanziert wird.

Zehn Gesellschafter aus Forschung und Industrie zählt das Forschungsunternehmen StreetScooter bereits – darunter auch Kirchhoff Automotive. Zielsetzung ist es eine leichte und kostengünstige Karosserie für Elektroautos zu konstruieren um das Gewicht und den Mehrpreis der Batterie zu kompensieren.

Bei den meisten heutigen Elektrofahrzeugen, die sich bereits im Erprobungsstadium befinden, handelt es sich um ein sogenanntes „Conversion-Design“. Hier stattet der Hersteller ein eigentlich konventionell angetriebenes Serienmodell anstatt mi einem Verbrennungsmotor mit Elektroantrieb aus. Das klingt rationell, ist es aber nicht – wie ein Blick in den virtuellen Lösungsraum für die Karosserie zeigt: Ein so genanntes Purpose Design ist viel effektiver. Denn man kann die Karosserie ganz anders planen, weil ein Elektromotor viel weniger Platz benötigt als ein Verbrennungsmotor.

Kirchhoff Automotive, Gedia Gebrüder Dingerkuss und ThyssenKrupp Steel Europe arbeiten daher in der ‚Lead-Engineering-Group Karosserie’ gemeinsam daran, den StreetScooter von Grund auf neu zu konstruieren.

StreetScooter

Das bisherige Projektergebnis kann sich sehen lassen. Durch strukturierte Abschnitte ergibt sich eine skalierbare Karosserie – nach einem kostengünstigen Baukastenprinzip. Die Plattform ist die gleiche, egal welche Form der Hinterwagen hat, so dass sieben verschiedene Varianten als Coupé, Viersitzer, Cabrio und SUV angeboten werden können.

Die Herausforderung des Karosserieleichtbauspezialisten Kirchhoff bestand darin, eine Fahrzeugstruktur zu entwickeln, die die besonderen Gestaltungspotentiale eines Elektrofahrzeugs ausschöpft, ohne Sicherheitsaspekte außen vor zu lassen. Denn auch das Elektroauto mit späterem Namen „Concept Zeitgeist“, muss einem Crash auch bei einer Höchstgeschwindigkeit von 105 Stundenkilometern Stand halten können.

Weltpremiere in Frankfurt

Noch vier Monate Zeit bleiben dem Konsortium bis zum Start der IAA im September 2011 in Frankfurt. Dort wird dann auch die StreetScooter GmbH mit einer kleinen Weltpremiere vertreten sein – dem dann fahrtüchtigen Prototyp des Elektroautos „Concept Zeitgeist“.

Kirchhoff Automotive wird seine Entwicklungsleistungen und Kernkompetenzen ebenfalls auf der IAA präsentieren. Denn das Unternehmen nutzt das bei dem StreetScooter Projekt gewonnene Know-How für die Entwicklung von Rahmenstrukturen künftiger Generationen von Elektrofahrzeugen.

Mit diesem Wissen möchte man seinen Kunden, zu denen weltweit die meisten großen Automobilhersteller zählen, einen Mehrwert bieten für ihre eigenen Projekte im Bereich Elektromobilität. Dabei wird man mit den von Kirchhoff Automotive verarbeiteten hochfesten Stählen auch zukünftig kostengünstig die gesetzten Ansprüche an Leichtbau und Sicherheit erfüllen.

Kirchhoff StreetScooter Vorstellung

Das Team Kirchhoff Automotive bei der Vorstellung des Karosseriemodells für den StreetScooter, (v.l.n.r. Christoph Wagener, Sabine Boehle, Christian Lenkenhoff, Marco Töller, Heiko Aland, Andreas Heine). - Bild: Kirchhoff