Schaeffler UniAir

Schaeffler UniAir: Das System besteht aus einem von einer Nockenwelle angetriebenen, mechanisch-hydraulischen Aktuator mit integrierten, elektrischen Hydraulikschaltventilen und einer Ventilsteuerung-Software, die in der Gesamtmotorsteuerung implementiert wird. Bild: Schaeffler

JLR wollte sich nicht zu dem Bericht der Automotive News Europe (ANE) äußern. Marin Scheidt, Leiter der Motorensystementwicklung bei Schaeffler, sagte aber zu ANE, der neueste Kunde für das System stamme aus dem “Luxus-und Sportwagen-Segment” und sei kein deutscher Premium-Hersteller.

Bislang ist das System nur bei Fiat unter dem Namen MultiAir im Einsatz. Vorteile des Systems, das eine nahezu beliebige Variation des Ventilhubs eines Verbrennungsmotors erlaubt, sind laut Schaeffler eine verbesserte Effizienz und weniger CO2-Emissionen.

Doch obwohl die Technik in den letzten Jahren viel Zuspruch bei Fachleuten erfährt, sei es nicht einfach, Kunden von den Vorteilen des gesamten Systems zu überzeugen, so Scheidt zu ANE. Teile des Systems werden bei BMWs Valvetronic und Audis AVS-Systeme eingesetzt.

JLR könnte ein guter Kandidat für den Einsatz der Technologie sein, da es derzeit neue Downsizing -Vierzylinder-Benzin- und Dieselmotoren vom Typ AJ200 entwickelt, die innerhalb des nächsten Jahres eingeführt werden, so die Einschätzung von IHS Automotive. Die Technologie könnte den Herstellern helfen, die Kraftstoffeffizienz und CO2-Bilanz ihrer Flotten zu verbessern, zumal sie dem Bericht zufolge bereits in einem frühen Entwicklungsstadium zum Zuge kommen und so ihre Vorteile besonders gut ausspielen könnte.

Wenn dies der Fall ist, könnte das System bei allen neuen JLR Modelle, die derzeit auf dem Weg sind, angewendet werden, so auch im neuen Jaguar XE und dem Land Rover Discovery Sport. Laut der Prognose von IHS Automotive Powertrain wird die Produktionszahl von Benzin-und Diesel-Varianten des AJ200-Motors vor Ende des Jahrzehnts mehr als 400.000 Einheiten erreichen.

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IHS / Andreas Karius