Toyota CES 2013

Der japanische Autobauer Toyota stellte in Las Vegas den Prototypen eines "Active Security Cars" vor, der auf einem Lexus LS aufsetzt. - Bild: Toyota

“Wir bewegen uns in diese Richtung in einzelnen Schritten”, sagte der nordamerikanische Bosch-Manager Scott Winchip am Montag auf der Elektronikmesse CES International 2013 in Las Vegas. “Im kommenden Jahr kommen Autos mit einer angepassten Cruise Control (Geschwindigkeitsregelanlage) auf den Markt, mit denen die Wagen in einem Stau automatisch bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h fahren können”, sagte Winchip.

Für höhere Geschwindigkeiten in computergesteuerten Autos fehlten aber noch für mindestens zehn Jahre die notwendigen Voraussetzungen. In diesem Zeitraum müsse an der Standardisierung der Kommunikationsprotokolle für den Datenaustausch zwischen den fahrenden Wagen sowie an Sicherheitsfeatures gearbeitet werden. Außerdem sei für einen Regelbetrieb eine kritische Masse von modernen Autos notwendig, die untereinander kommunizieren können. “Wir gehen davon aus, dass man mindestens zehn Prozent von “Connected Cars” auf den Straßen benötigt.”

Bosch ist nach eigenen Angaben weltweiter Marktführer bei den Ultraschall-Sensoren, die derzeit vor allem für Einpark-Hilfen eingesetzt werden, um die Entfernung zu anderen Fahrzeugen und Hindernissen zu messen. In Deutschland forschen an verschiedenen Universitäten Wissenschaftler am Konzept eines autonomen Fahrzeugs, etwa an der TU Braunschweig und der Freien Universität in Berlin.

Toyota stellt computergesteuerten Selbstfahrer vor

Toyota stellte in Las Vegas den Prototypen eines “Active Security Cars” vor, der auf einem Lexus LS aufsetzt. Äußerlich erinnert das Fahrzeug mit seinen angebauten Sensoren an das selbstfahrende Auto von Google. Bei Toyota steht jedoch vor allem die Absenkung von Unfall-Zahlen mit den damit verbundenen Verkehrstoten und Verletzen im Vordergrund.

Die eingesetzten Komponenten könnten im Prinzip zur Entwicklung eines Fahrzeugs führen, das sich vollständig autonom bewegt. “Unsere Vision ist aber nicht notwendigerweise ein selbständig fahrendes Auto”, so Toyota-Manager Mark Templin, General Manager der Lexus Division.

“In unserem Ansatz der Entwicklung für fortgeschrittene Automationstechnologien spielt die umfassende Beteiligung des Fahrers eine zentrale Rolle”, so Templin weiter. Der Computer verhalte sich dabei wie ein intelligenter und aufmerksamer Beifahrer, der die Fähigkeiten des menschlichen Wesens am Steuerrad ergänze.

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dpa/Guido Kruschke