Siemens N-Ergie

Der Elektrokonzern Siemens will künftig bei der Weiterentwicklung öffentlicher Stromzapfsäulen mit dem Stromversorger N-Ergie enger zusammenarbeiten. - Bild: N-Ergie

Dabei gehe es auch darum, sich auf einheitliche technische Standards für Stromzapfsäulen zu verständigen. Zugleich solle der Ausbau des Zapfsäulen-Netzes für Elektroautos in Nordbayern vorangetrieben werden, kündigten beide Unternehmen am Donnerstag in Fürth mit.

Bis zum kommenden Jahr würden in der Region weitere zwölf Ladestationen errichtet; derzeit gebe es acht, berichtete der Geschäftsführer der N-Ergie-Tochter impleaplus, Thomas Fösel. Siemens betreibt derzeit im Raum Nürnberg weitere vier Ladestationen, an zwei davon könnten allerdings nur Siemens-Beschäftigte firmeneigene Elektroautos betanken.

Es gibt zu wenig Elektroautos

Fösel räumte ein, dass die bereits bestehenden Zapfsäulen der N-Ergie bislang kaum genutzt würden. “Im Jahr 2010 hatten wir 80 bis 100 Ladevorgänge. Im Moment gibt es einfach noch zu wenig Elektroautos”, sagte der Manager. Dennoch müsse sich die Branche frühzeitig auf die steigende Zahl elektrisch betriebener Autos und Motorroller einstellen. Schließlich wollten die deutschen Hersteller spätestens bis zum Jahr 2014 die ersten serienreifen Elektroautos auf den Markt bringen.

Die Kooperation solle daher Erfahrungen liefern, wie etwa Ladestationen ausgestattet sein müssten, damit sie von Kunden angenommen würden, erläuterte der Siemens-Vertriebsbeauftragte für Elektromobilität in Nordbayern, Michael Gotthelf. Dazu gehöre auch die Frage, wie die Kunden den von ihnen abgezapften Strom bezahlen sollen – per Bargeld, Handy, Kredit- oder per Kundenkarte.

Bayern als Modellregion

Beide Firmen setzen auch darauf, dass Bayern zu einer von mehreren bundesweiten Modellregion für Elektroautos wird. Nach Plänen des Projekts “Elektromobilität verbindet Bayern”, in dem auch die beiden Kooperationspartner mitarbeiten, soll der Einsatz von Elektroautos in den Regionen München, Ingolstadt und Nürnberg getestet werden. Um Elektroautos bei der Bevölkerung populärer zu machen, sollen Städte, Gemeinden und Stadtwerke zur Anschaffung von Elektroautos ermuntert werden. Auch könnten sie Stromzapfsäulen aufstellen.

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dpa/Guido Kruschke