Die britischen Prüfspezialisten von Emissions Analytics haben für auto motor und sport vier Dieselmodelle von DS, Kia, Mercedes und Seat und zum Vergleich einen Benziner von Suzuki auf einer 100 Kilometer langen Fahrt getestet.

Die E-Klasse, ausgerüstet mit einem SCR-System, stößt dabei lediglich 41 mg NOx (Stickoxid) pro Kilometer aus. Damit unterschreitet die E-Klasse auf der Straße den zulässigen Labor-Grenzwert sogar um die Hälfte! Was der neue Mercedes-Motor leistet, zeigt ein Vergleich mit dem Vorgängermotor OM 651, den das Magazin im November 2015 in einer C-Klasse getestet hatte. Das Auto stößt 215 mg NOx aus – auch gut, aber deutlich hinter den Werten der neuen E-Klasse. Der Seat Leon mit 2,0-Liter-Diesel hält sich ebenfalls gut im Test und übertrifft mit 209 mg NOx den Grenzwert nur um das 2,6-fache.

Da können DS und Kia nicht mithalten: Auf der 100-Kilometerstrecke lag der NOx-Ausstoß des DS 5 trotz ökonomischer Fahrweise mit 627 mg pro Kilometer um das 7,8-fache über dem Euro-6-Grenzwert. Das ist ungewöhnlich hoch, zumal das Auto im Labortest für die Zulassung der Euro-6-Norm den Grenzwert von 80 mg NOx eingehalten haben muss. Auch der Kia zeigt überhöhte Werte. Das Auto überschreitet im Straßenbetrieb mit 513 mg pro Kilometer den Euro-6-Grenzwert um das 6,4-fache. Ob es in beiden Fahrzeugen Abschaltvorrichtungen der Abgasreinigung gibt, hat auto motor und sport nicht geprüft.

Wie sauber Benziner verbrennen, zeigt das Ergebnis des Suzuki Vitara S. Das Auto mit 1,4-Liter-Motor und Drei-Wege-Kat emittiert beim Straßentest nur 11 mg NOx pro Kilometer. Damit unterschreitet der Suzuki den zulässigen Euro-6-Grenzwert für Benziner von 60 mg NOx sehr deutlich.