BMW 7er

Der neue 7er hat gegenüber dem Vorgänger um 130 Kilogramm abgespeckt. – Bild: BMW

Die französischen Automobilprognose- und Datenbankanalysten von Inovev haben mit Unterstützung der Essener Automobilexperten von anp management consulting eine Marktstudie zum Einsatz von Carbon Fiber Reinforced Composites (CFRP) bei den deutschen OEMs Audi, BMW, Mercedes, Porsche und Volkswagen durchgeführt. Die gesamte Lieferkette von der Fertigung des Grundstoffes Polyacrylnitril (PAN) bis hin zum Einsatz in den Fahrzeugen wurde für jeden Autobauer herausgearbeitet. Der Marktumfang in den kommenden Jahren wurde bewertet und die Mengen in Tonnen nach verschiedenen Kriterien analysiert.

Beispiel BMW: Die Carbonfaserverstärkten Kunststoffe nutzt der Münchner Autobauer zur Gewichtsreduzierung und Stärkung der Struktur. So findet CFK Verwendung im Rahmenkern, im Dachrahmen, in den Seitenschwellern, in den Säulen sowie im Mitteltunnel. Aufgrund des hohen CFK-Anteils ist der 7er für die Inovev-Experten nicht bloß ein technisches Vorführmodell einer Luxusmarke. Vielmehr zeige er einen neuen Weg für die Automobilhersteller, insbesondere für die deutschen Premiummarken, auf.

Der Einsatz von carbonfaserverstärktem Kunststoff ist laut Studie ein sehr effizientes aber auch teueres Mittel zur Verringerung des Fahrzeuggewichts. Die Experten haben dabei zwei unterschiedliche Ansätze beobachtet: Frühestmöglich während der Produktion damit zu beginnen, mit gleichzeitiger Reduzierung der Kosten des Fertigungsprozesses. Diesen Weg gehen die deutschen Premiumhersteller. Oder: F&E-Kooperationsprogramme einzugehen, um wesentlich kostengünstigere Kohlenstofffasern zu entwickeln. Dies ist der bevorzugte Weg der französischen Industrie.

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Gabriel Pankow