Vernetzte Autos - Funktionen mit hohem Interesse

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Um diese neuen Möglichkeiten als Marktchance zu nutzen arbeiten viele Automobilhersteller an der Vernetzung ihrer Fahrzeuge. Vorreiter beim “Auto 2.0″ sind sicherlich BMW mit “Connected Drive” und Ford mit “Sync”. Audi stellte in Las Vegas eine Zukunftsvision seines vernetzten Autos vor. “Das Automobil der Zukunft wird mit dem Umfeld, mit der Verkehrsinfrastruktur und mit der Welt des Internet vernetzt sein”, führte Audi-Chef Rupert Stadler auf der Elektronik-Messe CIS in Las Vegas aus.

In welcher Form diese schöne neue Autowelt wahr wird, hängt aber nicht von der technischen Machbarkeit, sondern von der Relevanz der möglichen Funktionen für den Fahrer ab.

Die Nürnberger Marktforschung Puls befragte 1.000 Autokäufer zu ihrem Interesse an 25 ausgewählten Funktionen im “Internet-Auto”. Dabei zeigt sich, dass bessere Verkehrs- und Sicherheitsinformationen in der Gunst der Autokäufer vorne liegen.

Vernetzte Autos - Funktionen mit niedrigem Interesse

Vernetzte Autos - Funktionen mit niedrigem Interesse
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So halten 66 Prozent der Autokäufer aktuelle Verkehrsinformationen in Echtzeit, 62 Prozent einen umfassenden Fahrzeugcheck auf Knopfdruck und jeweils 61 Prozent einen automatischen Notruf bei Unfall sowie die Anzeige aktueller Baustellen für (sehr) interessant. Besseres Infotainment dagegen ist weniger gefragt: Der individuelle Abruf von Nachrichten bzw. Musiktiteln ist lediglich für 35 Prozent bzw. 31 Prozent der Autokäufer interessant, der Versand bzw. Empfang von Emails stößt sogar nur bei 25 Prozent der Autokäufer auf Interesse.

Für Puls Chef Konrad Weßner sind zwei Gründe für das geringe Interesse an Infotainment im Auto ausschlaggebend: “Zum einen fühlt sich der Fahrer dadurch abgelenkt bzw. überfordert, zum anderen nutzt er diese Funktionen nicht im Auto, sondern auf seinem Smart Phone bzw. Tablet PC.”

Laut einer weiteren Frage der Puls Studie zeigen immerhin 37 Prozent der Deutschen Interesse am Kauf eines vernetzten Fahrzeugs. Bei jüngeren Käufern deutscher Premiumfabrikate liegt das Kundenpotenzial sogar bei fast 50 Prozent.

“Für Hersteller und Händler bieten derzeit vor allem Funktionen rund um die Themen Verkehrsfluss und Sicherheit Geschäfts- und Differenzierungspotenziale. Technologie kann zum Verkaufsargument werden, wenn sie als Problemlösung angeboten wird,” resümiert Konrad Weßner von Puls die Ergebnisse.

Vernetzte Autos - Kaufbereitschaft

Vernetzte Autos - Kaufinteresse
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© puls Marktforschung GmbH, Schwaig b. Nürnberg