Jochen Wiedemann, Vorstandsvorsitzender des FKFS; Geschäftsführender Direktor des IVK,

Jochen Wiedemann, Vorstandsvorsitzender des FKFS; Geschäftsführender Direktor des IVK, Universität Stuttgart, eröffnete das Symposium. Bild: FKFS

Wie aus einer aktuellen Meldung des Forschungsinstituts für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart FKFS zum 15. Internationalen Stuttgarter Symposium Automobil- und Motorentechnik hervorgeht, muss sich die Autobranche auf neue Herausforderungen einstellen. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion behandelten namhafte Experten die aktuellen Themen. So etwa Horst Leonberger, der bei der Deutschen Telekom das strategische Geschäftsfeld “Vernetztes Fahrzeug” verantwortet. Leonberger warnte davor, das Thema den IT-Konzernen zu überlassen. “Wer den Kunden führt, erzielt in der Regel die höchsten Margen.” Hersteller und Zulieferer müssten aufpassen, dass die von Ihnen gelieferte “Hardware” nicht austauschbar würde. Dem widersprach Peter Pleus, im Vorstand von Schaeffler für das Geschäft mit Motor- und Fahrwerksystemen verantwortlich. “Auch künftig wollen Menschen Fahrspaß erleben.” Zudem vertraue man einem Auto, anders als einem Smartphone, sein Leben an, so dass absolute Zuverlässigkeit aller Komponenten in allen Betriebszuständen entscheidend sei.

Die Software, die in heutigen Autos zum Einsatz kommt, sei bereits sehr sicher, so Stephan Wolfsried, bei Daimler für die Entwicklung von Fahrzeugfunktionen und Fahrwerk verantwortlich. Es gälte nun, die hohen Qualitätsstandards auch in einem vernetzten Fahrzeug zu erhalten. Dazu gehöre es, genau abzuwägen, welche Funktionen immer verfügbar sein müssten, also auch dann, wenn eine Mobilfunkverbindung nicht besteht. “Wir können zum Beispiel beim autonomen Fahren nicht auf Daten von außen vertrauen.” Thomas Bauernhansl, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), lud die Automobilhersteller dazu ein, technische Synergien mit “Industrie 4.0″-Entwicklungen zu suchen. “Eine vernetzte Produktion steht hinsichtlich Echtzeit- und Sicherheitsanforderungen vor ähnlichen Herausforderungen wie das Automobil der Zukunft.” Der Aufbau einer gemeinsamen, besonders abgesicherten “Cloud” könne ein Lösungsansatz sein.

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FKFS/fu