Tesla an einem Supercharger

Tesla fährt der Konkurrenz hinsichtlich der BEV-Innovationen einer aktuellen Studie zufolge deutlich voraus.

Im Vergleich zu anderen Herstellern kommt Tesla im Bereich der E-Innovationen auf einen Indexwert von 178 Punkten, was mehr als dem Dreifachen des nächstbesten Herstellers entspricht. Die chinesische Marke BYD erreicht mit 59 Punkten den zweiten Rang, auf Platz drei, vier und fünf folgen Porsche (53 Punkte), Audi (49 Punkte) und BMW (42 Punkte). Bei der Betrachtung der Innovationsstärke analysierten die Studienautoren die Aspekte Reichweite, Stromverbrauch und Ladeleistung. Im Bereich der Plugin-Hybride führen BMW (69 Indexpunkte) und Mercedes (54 Punkte) das Ranking an.

Gleichzeitig zeigen die Daten einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Innovationsstärke der Marken und der entsprechenden Wahrnehmung durch die Verbraucher. Innovationsstarke Hersteller werden auch öffentlich als solche wahrgenommen. In diesem Sinne liegt Tesla auf dem ersten Rang, gefolgt von Toyota, deren tatsächlich gemessene Innovationsstärke allerdings eher im Mittelfeld liegt. Auf den weiteren Rängen folgen Polestar, BMW, VW und Mercedes.

„Für den Erfolg der Automobilhersteller beim Hochlauf der E-Mobilität besitzt die Innovationsstärke eine überragende Bedeutung“, erklärt CAM-Direktor Stefan Bratzel. „Sie wird in der Transformationsphase der Branche zu einer Überlebensbedingung, da die etablierten Hersteller zunehmend von Newcomern herausgefordert werden.“ Bereits jetzt gebe es markante Kompetenz- und Innovationsunterschiede sowie ein mangelndes Verständnis der Kundenwünsche. “Manche Automobilhersteller zeigen noch auffallend reaktive Innovationsmuster, bei denen die bisherigen Kundenanforderungen des Verbrenners lediglich auf Elektrofahrzeuge übertragen werden“, so Bratzel. Künftig seien Hersteller nur dann erfolgreich, wenn sie das gesamte Ökosystem der E-Mobilität im Blick haben und mit Innovationen neue Begehrlichkeiten und einen erweiterten Kundennutzen realisieren.

Wie stark Tesla die öffentliche Wahrnehmung auch in konkrete Erfolge umsetzen kann, hatte das CAM zuvor in der AutomotivePERFORMANCE-Studie unterstrichen. Während die Autobranche mit einem rund 13-prozentigen Absatzminus zu kämpfen hatte, verdoppelte der US-Hersteller in den ersten neun Monaten des Jahres seine Absatzzahlen auf insgesamt 630.000 Fahrzeuge. Dabei konnte das Unternehmen von Elon Musk mit einem Gewinn von 3,3 Milliarden Euro sogar etablierte Hersteller wie Renault überholen. Mit einer Marge von 11,5 Prozent spielt das Unternehmen ebenfalls in der Top-3 mit.

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