Armaturenbrett  eines Jeep Liberty aus dem Jahr 2002: Die NHTSA untersucht, ob Chrysler ein Problem

Armaturenbrett eines Jeep Liberty aus dem Jahr 2002: Die NHTSA untersucht, ob Chrysler ein Problem mit dem Airbag mit einer Rückrufaktion im Jahr 2012 wirklich in den Griff bekommen hat. Bild: Fiat-Chrysler

Zuvor hatten sechs Chrysler-Fahrer vom plötzlichen Auslösen der Airbags ihrer Fahrzeuge berichtet, nachdem diese eigentlich bereits nach einem Rückruf repariert worden waren.

Die Fiat-Chrysler-Gruppe musste im November 2012 die Fahrzeuge von 744.000 SUV-Besitzern in die Werkstatt zurückbeordern. Betroffen waren das Modell Jeep Liberty der Baujahre 2002 und 2003 sowie der Jeep Grand Cherokee der Baujahre 2002 bis 2004. 175.000 dieser Fahrzeuge waren außerhalb der USA zugelassen.

Bei der Ankündigung des Rückrufs im Jahr 2012 hatte Chrysler erklärt, dass bei 126 Jeep Liberty und 89 Grand Cherokee der Airbag ohne Grund ausgelöst wurde. 81 Menschen erlitten dabei Verbrennungen, Schnittwunden und Quetschungen am Oberkörper. Chrysler zufolge war ein Zulieferer verantwortlich. “Eine Veränderung in der Konstruktion einer zugelieferten Komponente war die Ursache für die Probleme mit dem Airbag”, sagte David Dillon, Head of Product Investigations and Campaigns bei Chrysler, in einer Presseerklärung aus dem Jahr 2012.

Der Autobauer versuchte daraufhin, die Fehlfunktion des Airbags durch eine Veränderung im Kabelbaum zu beseitigen. Die NHTSA möchte nun nachforschen, ob Chrysler mit Hilfe der Rückrufaktion das Airbagproblem wirklich gelöst hat.

Chrysler teilte nun der US-Behörde mit, dass dem Unternehmen sechs Fälle bekannt seien, bei denen auch nach dem Werkstattbesuch der Airbag plötzlich auslöste. Einige der Unfallopfer berichten davon, dass kurz bevor der Airbag auslöste, die Airbagwarnleuchte aufblinkte. Andere wiederum sagten, dass der Airbag ohne Vorwarnung aufging.

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Gabriel Pankow