Kommt ein Volvo geflogen: Um weitere Unfallszenarien abzudecken, hat Volvo jetzt ein neues

Kommt ein Volvo geflogen: Um weitere Unfallszenarien abzudecken, hat Volvo jetzt ein neues dreistufiges Verfahren entwickelt. Dabei wird unter anderem beleuchtet, was passiert, wenn das Auto aus 80 Zentimeter höhe in den Graben kracht. Bild: Volvo

Beim Testverfahren “Durch die Luft” verlässt das Fahrzeug mit rund 80 km/h die Fahrbahn, hebt ab und landet aus einer Höhe von rund 80 Zentimetern auf einer glatten Oberfläche. Der harte Aufprall auf den Rädern verursacht massive vertikale Kräfte in einem Ausmaß, wie sie auch auf einen Kampfpiloten im Schleudersitz wirken.

Im “Graben”-Test wird simuliert, wie das Fahrzeug in einen 80 Zentimeter tiefen Graben hinein fährt und gegen eine Böschung prallt. Dabei entstehen ebenfalls hohe vertikale Kräfte. Der Test “Unwegsames Gelände” simuliert eine holprige Fahrt im Gelände, bei der seitliche Rollbewegungen sowie Vertikal- und Längsbewegungen des Fahrzeugs entstehen. Bei den Tests kommen Crash Test Dummies zum Einsatz; die fortschrittlichste dieser Puppen heißt Thor und ist mit einem verbesserten Schulterbereich ausgestattet. Dadurch bewegt sie sich bei einem Unfall noch menschlicher.

Video: Volvo XC90 ? Crashtest

Einzigartiger Prüfstand

Volvo hat für die neuen Crashtests auch einen flexiblen Mehrzweck-Prüfstand entwickelt, der dazu dient, Sitzposition und Rückhaltung der Passagiere zu analysieren. Die Anlage besteht aus einem Fahrzeugsitz und einem Rückhaltesystem, die auf einem mehrachsigen Industrieroboter montiert sind. Dieser zusammen mit einem Crash Test Dummy verwendete Roboter kann so programmiert werden, dass er die Bewegungen der Passagiere in jedem der drei Testszenarien oder in jedem anderen Unfallszenario durch ein Abkommen von der Fahrbahn simuliert.

Abkommen von der Fahrbahn verhindern

“Natürlich unterstützen wir den Fahrer auch dabei, dass Unfälle durch Abkommen von der Fahrbahn gar nicht erst passieren”, so Lotta Jakobsson, Senior Technical Specialist Safety im Volvo Cars Safety Centre. Im neuen Volvo XC90 sind für solche Fälle gleich zwei Assistenzsysteme an Bord: Der Spurhalte-Assistent hilft dem Fahrer bei einem drohenden Verlassen der Fahrspur durch ein zusätzliches Lenkmoment, auf der Fahrbahn zu bleiben. Das Driver Alert System warnt ihn darüber hinaus bei Übermüdung sowie sinkendem Konzentrationsgrad und empfiehlt eine Pause ? dabei wird die nächstgelegene Raststätte gleich mit angezeigt.

Bisher gibt es weder gesetzliche Regelungen noch Tests, die das Verhalten von Fahrzeugen bei dieser Art von Unfällen bewerten. “Bei unserem Bekenntnis zur Fahrzeugsicherheit geht es nicht darum, einen Test zu bestehen oder eine bestimmte Wertung zu erzielen”, sagt Lotta Jakobsson. “Es geht immer darum herauszufinden, wie und warum Unfälle und Verletzungen geschehen, und dann Techniken zu entwickeln, die das verhindern.” Um die Vision 2020 zu erreichen, bei der sich Volvo dem Ziel verschrieben hat, dass es bei Unfällen mit der Schweden-Marke keine Toten und Schwerverletzten mehr geben soll, müsse man alle Unfalltypen abdecken, die im normalen Straßenverkehr passieren können.

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fv