So funktioniert das automatische Notbremssystem für Kreuzungsbereiche: Das System bremst das Auto

So funktioniert das automatische Notbremssystem für Kreuzungsbereiche: Das System bremst das Auto automatisch ab, wenn der Fahrer beim Abbiegen in den Gegenverkehr zu steuern droht. Darstellung: Volvo

So verfügt das Volvo-Flaggschiff über eine sogenannte “Run off Road Protection”, die Insassen vor Verletzungen schützen soll, falls das Fahrzeug von der Straße abkommt, sowie einen Kreuzungsassistent. Die häppchenweise Enthüllung des XC 90 im Vorfeld der statischen Präsentation Ende August in Stockholm und vor der offiziellen Vorstellung beim Pariser Autosalon geht weiter. Nach Innenausstattung und Motorisierung gibt die Schweden-Marke in chinesischem Besitz nun die Neuerungen im Bereich der Fahrzeugsicherheit preis. Dabei unterstreicht Volvo den Willen, beim Thema aktive und passive Sicherheit eine Führungsrolle unter den Autoherstellern einzunehmen. Bei den Neuerungen nun, so Entwicklungschef Peter Mertens, habe man alltägliche Verkehrssituationen analysiert und gezielt Innovationen zur weiteren Optimierung der Fahrzeugsicherheit entwickelt. Neben einem ganzen Paket an Maßnahmen wie beispielsweise Überschlagschutz und präventiver Schutz vor Heckkollisionen springen für den XC90 zwei Weltneuheiten heraus: die “Run off Road Protection”, durch die die Insassen im Fahrzeug deutlich besser geschützt werden sollen, wenn das Fahrzeug von der Straße abkommt (siehe Video) und den Kreuzungsassistenten.

Video: Run off Road Protection

Weltneuheit Run off Road Protection
Das Abkommen von der Straße ist ein Unfallszenario, das verschiedene Ursachen haben kann: etwa ein abgelenkter Fahrer, Müdigkeit oder schlechte Witterungsbedingungen. Typisch sind solche Unfälle für Länder mit geraden Straßen in dünn besiedleten Gegenden. So lässt sich laut Volvo die Hälfte aller Verkehrstoten in den USA auf solche Unfälle zurückführen; in Schweden handelt es sich bei einem Drittel aller Verkehrsunfälle mit Todesfolge oder schwer verletzten Personen um sogenannte Alleinunfälle, an denen nur ein Fahrzeug beteiligt ist.

Dem will der Hersteller nun mit der Weltneuheit “Run off Road Protection” begegnen. Dabei handelt es sich laut Lotta Jakobsson, Senior Technical Specialist Safety beim Volvo Cars Safety Centre, um ein aktives wie passives Sicherheitssystem. Der neue Volvo XC90 erkennt, wenn das Fahrzeug von der Fahrbahn abkommt, und strafft automatisch die vorderen Sicherheitsgurte, um die Insassen sicher auf den Sitzen zu halten. Die Gurte bleiben solange fest angezogen, wie das Fahrzeug sich bewegt. Ein energieabsorbierender Bereich zwischen Sitz und Sitzrahmen beugt zudem Wirbelsäulenverletzungen vor. Dieser reduziert die vertikalen Kräfte, die bei einem harten Aufprall des Fahrzeugs abseits der Fahrbahn entstehen und auf die Passagiere einwirken können, um bis zu ein Drittel.

Weltneuheit Nummer 2: Kreuzungsassistent
Der Volvo XC90 ist laut Herstellerangaben das weltweit erste Fahrzeug, das mit einem automatischen Notbremssystem für Kreuzungsbereiche ausgerüstet ist. Das System bremst den SUV automatisch ab, wenn der Fahrer beim Abbiegen in den Gegenverkehr zu steuern droht. Dies ist sowohl im belebten Stadtverkehr als auch auf Landstraßen ein typisches Unfallszenario. In diesen zwei Weltneuheiten und dem weiteren Sicherheitspackage sieht sich Volvo auf einem guten Weg für sein ehrgeiziges Ziel: Ab 2020 soll niemand mehr bei einem Unfall in einem neuen Volvo schwer verletzt oder getötet werden.

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Volvo/Frank Volk