VW XL1

Zu den virtuellen Techniken zählt unter anderem das markerlose Tracking des VW XL1. – Bild: VW

Mit Hilfe virtueller Techniken werden die Bewegungen von Fertigungsmitarbeitern bei Montageaufgaben erfasst. So lässt sich die ergonomische Belastung des Arbeitsplatzes bewerten. Für die Untersuchungen trägt der Mitarbeiter den Motion-Capturing-Anzug der Firma ART. Der Anzug ist jeweils auf Höhe der Körpergelenke mit eindeutig zu erkennenden Symbolen (Targets) ausgestattet, die von einem optischen Trackingsystem aufgenommen werden und so die Bewegung des Menschen aufzeichnen.

Da das Sichtfeld der Kameras zur Erkennung der Targets ? etwa bei Arbeiten im Fahrzeuginneren ? durch den Mitarbeiter teilweise selbst verdeckt wird, ist an jedem Target ein zusätzlicher Inertialsensor angebracht. Dieser erfasst Rotationsbewegungen und Beschleunigungen und kann so mit Hilfe intelligenter Berechnungen mögliche Ausfälle beim optischen Tracking überbrücken.

Sind die Menschbewegungen aufgezeichnet, wird das Ganze auf ein digitales Menschmodell übertragen. “Dazu muss man nur wissen, wie groß und schwer die Person ist und wo sich die Targets am Körper befinden”, erklärt Projektleiterin Andrea Spillner.

Das Motion-Capturing ist mit der Ergonomiebewertung von Volkswagen gekoppelt und gibt automatisch einen Ergonomie-Wert aus. “Man kann zum Beispiel schnell vergleichen, welche Auswirkungen es hat, wenn das Auto für einen Montageschritt auf Knie- oder Hüfthöhe bereitgestellt wird”, sagt Spillner. Momentan arbeitet Volkswagen daran, Kraftmessungen in das System zu integrieren.

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