Martin Winterkorn

Martin Winterkorn: In Ländern wie Indien und China ist Basismobilität zum geringsten Preis gefragt. - Bild: VW

Es sei “ein wichtiges Projekt”, sagte Winterkorn dem Nachrichtenmagazin “Focus” zufolge kürzlich vor Führungskräften des Konzerns in Dresden. In Ländern wie Indien und China sei “Basismobilität zum geringsten Preis” gefragt. Man peile deshalb für solche Märkte eine Reihe von Modellen zu Preisen zwischen 6.000 und 7.000 Euro an. Ein VW-Sprecher wollte den Bericht am Samstag nicht weiter kommentieren.

Das intern “Budget-Car” genannte Projekt unter der Leitung von Ex-Opel-Chef Hans Demant ist noch in einer sehr frühen Planungsphase. Volkswagen taxiert laut “Focus” den weltweiten Markt in der Preisklasse bis 8.000 Euro auf acht Millionen Autos. 3,5 Millionen davon kommen demnach internen Analysen zufolge in China auf den Markt.

Kein Billigwagen für Europa

Deutsche Kunden dürften vergebens auf ein Billigauto aus dem Hause VW warten. Konzernchef Martin Winterkorn hatte Ende Oktober gesagt, Planungen für einen solchen Wagen auch in Europa gebe es “momentan nicht”.

Mögliche Konkurrenz aus China

Der chinesische Autobauer Qoros hat nach einem Bericht der “Welt am Sonntag” unterdessen angekündigt, pro Jahr 150.000 Fahrzeuge bauen zu wollen. Damit sollten Erstkäufer angelockt werden, die sich weder VW noch BMW leisten könnten, sagte der deutsche Designchef Gert Hildebrand der Zeitung. “Wir sind sicher, dass wir hier unsere Nische finden.”

Qoros ist ein Zusammenschluss des chinesischen Autobauers Chery und des israelischen Mischkonzerns Israel Corporation.

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dpa/Guido Kruschke