Baidu_autonomes-Auto_Jing Wang

Treibt die Entwicklung des vollautonomen Autos bei Baidu energisch voran: Jing Wang. Bild: Linkedin

Während man bei Toyota gerade eine Roadmap entwickelt hat, die die Serienfertigung von vollautonomen Fahrzeugen in 10 Jahren auf dem Plan hat und das Gros der Hersteller den Zeitraum 2020/2021 auf dem Radar hat, gibt man sich beim Baidu, so etwas wie das chinesische Gegenstück von Google, extrem offensiv. Bereits 2018 wolle man das erste fahrerlose Auto auf die Straße bringen, kündigte Jing Wang, Chef des Geschäftsbereichs „autonomes Fahren“ bei den Chinesen, an. Baidu arbeitet in China unter anderem mit BMW bei der Entwicklung autonomer Systeme zusammen.

Die Ansprüche des Unternehmens sind aber global. Erst vor wenigen Tagen hatte Baidu eine Zusammenarbeit mit Nvidia bekannt gegeben, zudem hat der Internet-Riese jetzt die Erlaubnis erhalten, autonome Autos auf öffentlichen Straßen in Kalifornien zu erproben. Man werde mit diesen Tests „sehr bald“ beginnen, so Jing Wang. Diese Tests seien sehr wichtig, um das Entwicklungstempo weiter zu erhöhen. Als wesentlichen Faktor für den Durchbruch vollautonomer Autos bezeichnete der Manager die Senkung der Kosten für Lidar-Sensoren.

Jeremy Carlson, beim Analystenhaus IHS Automotive Experte für autonomes Fahren, bescheinigt den Chinesen durch die Partnerschaft mit Nvidia und dem Investment bei Velodyne, einem Zulieferer für Lidar-Sensoren wichtige Weichenstellungen getroffen zu haben. Allerdings sei die genannte Zeitschiene bis zur Realisierung des vollautonomen Autos sehr ambitioniert.