Delphi_Autonomes-Fahren_Singapur_Audi

Kommt zum Start des Delphi-Projekts in Singapur als autonomes Taxi zum Einsatz: Audi SQ5. Bild: Delphi

Mit dem Projekt zündet der Zulieferer die nächste Stufe seiner ambitionierten Ziele in Sachen autonomes Fahren. Bereits im vergangenen Jahr hatte Delphi mit einer Rekordfahrt mit einem selbstfahrenden Fahrzeug in den USA für Aufsehen gesorgt. Der dort eingesetzte Audi SQ 5 spielt auch in dem am Montag (1. August) vorgestellten Vorhaben im asiatischen Stadtstaat eine Rolle.

 Für das Projekt ausgewählt wurde das Areal eines Businesspark in Hafennähe. Auf drei Routen mit etwa vier Meilen Länge sollen insgesamt sechs Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Diese sollen in der auf mehrere Jahre angelegten Praxisphase als autonome Taxis und für Botenfahrten zum Einsatz kommen. Dabei sollen mit der Fähre ankommende Menschen zu ihren in dem Businesspark gelegenen Büros transportiert werden. Die Geschwindigkeit der Fahrzeuge ist auf 25 Meilen begrenzt.

2019 ohne Lenkrad und Fahrer

Zunächst werden die autonomen Autos noch Fahrer mit an Bord haben, die in kritischen Phasen eingreifen können. Wie Glen deVos, Chef des Bereichs Services bei der Vorstellung des Projektes sagte, wolle man 2019 aber auf Pedalerie, Lenkrad und Fahrer in den Fahrzeugen verzichten. Delphi nutzt den Großversuch zur Erprobung seiner Systeme, aber auch zur Weiterentwicklung der Software. Bestellt werden können die Fahrzeuge über eine Smartphone App.

Einen offiziellen OEM als Partner hat der Zulieferer noch nicht, nach den positiven Erfahrungen bei der Rekordfahrt in den USA, kommt zunächst aber wieder ein Audi SQ5 zum Einsatz.

Zustande kam das Projekt übrigens auf Initiative des Stadtstaates, nachdem das zuständige Ministerium von der Rekordfahrt in den USA gehört hatte. Singapur gilt als extrem aufgeschlossen gegenüber der Erprobung autonomer Mobilität.