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Immer mehr Elektroautos in Europa: Derzeit kaufen die Autobauer ihre Zellen in Asien und bauen diese dann zu großen Akkus für ihre Elektroautos zusammen. Daher gründeteten einige EU-Staaten und Wirtschaftsvertreter die ‚European Battery Alliance’. Bild: Pixabay

Die EU-Kommission will die Entwicklung leistungsfähiger Batteriezellen in den kommenden zwei Jahren mit fast 200 Mio Euro fördern. Im Januar 2019 solle ein Aufruf zur Forschung an Projekten starten, die mit dem Batteriesektor in Verbindung stehen, sagte EU-Energiekommissar Maros Sefcovic am Montag in Brüssel. Dafür sollten 114 Mio Euro aus dem EU-Forschungsprogramm ‚Horizon’ stammen. Im Folgejahr sollten weitere 70 Mio Euro aus dem EU-Haushalt zur Verfügung gestellt werden.

Wegen der wachsenden Zahl von Elektroautos in Europa steigt in den kommenden Jahren die Nachfrage nach Batterien sowie Batteriezellen. Derzeit kaufen viele Autobauer ihre Zellen jedoch in Asien und bauen diese dann selbst zu großen Akkus für ihre Elektroautos zusammen. Vor einem Jahr hatten mehrere EU-Staaten und Vertreter aus der Wirtschaft deshalb eine sogenannte Batterie-Allianz gegründet. Sefcovic traf sich am Montag (15. Oktober 2018) mit den Wirtschaftsministern mehrerer Länder in Brüssel. Für Deutschland nahm Staatssekretärin Claudia Dörr-Voss an dem Treffen teil.

Um im Wettbewerb mit Asien Boden gut zu machen, sollen Unternehmen auch staatlich gefördert werden können. Voraussetzung dafür sei, dass mindestens zwei EU-Staaten an einem Projekt beteiligt seien und es sich um bahnbrechende Technologien handele. Dann könnten in der Anfangsphase bis zur ersten Anstellung von Personal bis zu 100 % der Kosten gedeckt werden. „Wir werden unsere Anstrengungen beschleunigen, weil der globale Wettbewerb hart ist“, sagte Sefcovic. Staatliche Beihilfen für einzelne Firmen sind in der EU eigentlich untersagt. Ausnahmen gibt es etwa, wenn diese mit europäischen Zielen bei der wirtschaftlichen Entwicklung begründet werden können.

Erst kürzlich hatte der Weltklimarat der Vereinten Nationen in einem Sonderbericht rasches Handeln in allen Bereichen gefordert, um die Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen. „Es ist offensichtlich, dass wir in allen Wirtschaftsbereichen unser Möglichstes tun müssen“, sagte Sefcovic.