Der Leichtbau-Werkstoff Kohlefaser reduziert das Fahrzeuggewicht signifikant und verbessert so die Kraftstoffeffizienz – ohne Beeinträchtigung der Fahrzeugstabilität. Ford und DowAksa kooperieren darüber hinaus auch bei der Entwicklung von energieeffizienten Recyclingverfahren zur Wiedergewinnung der wertvollen Rohstoffe, die für den Einsatz von Werkstoffen auf Kohlefaser-Basis notwendig sind.

Ken Washington, Ford Vice President, Research and Advanced Engineering, sagt: “Wir schaffen eine leistungsfähige Allianz und führen Wissenschaftler zusammen, die fortschrittliche Materialien für die Automobile der Zukunft entwickeln werden”. DowAksa ist ein Joint-Venture der US-amerikanischen Dow Chemical Company und dem in der Türkei ansässigen Unternehmen Aksa Akrilik Kimya Sanayii AS.

Das Beispiel Ford GT

Der Ford GT ist laut Ford ein gutes Beispiel für die Anwendung von Leichtbaumaterialien. Bei dem Supersportler kommen bereits modernste Verbundwerkstoffe und Kohlefaser-Produkte zum Einsatz. Kohlefaser eignet sich dank seiner hohen Steifigkeit hervorragend als tragende Grundstruktur für die Fahrwerkskomponenten.

Hierdurch erreicht der Sportwagen ein Leistungsgewicht, das zu den besten seiner Klasse zählt. Im Vergleich mit Stahl bieten Kohlefaserwerkstoffe einen Gewichtsvorteil von mehr als 50 Prozent.

Ford Lightweight Fusion Concept

Ein weiteres Beispiel für Leichtbauweise mit gewichtssparenden Materialien wie Aluminium, Magnesium und Kohlefaser-Verbundwerkstoffen ist der Ford Lightweight Fusion Concept. Das Fahrzeuggewicht dieser auf dem Ford Fusion ? hierzulande bekannt als Mondeo – basierenden Studie konnte gegenüber dem konventionellen Serienmodell um nahezu 25 Prozent reduziert werden.

Ford und Dow Chemical kooperieren bereits seit 2012

Ford und Dow Chemical arbeiten bereits seit 2012 zusammen, um kostengünstige Kohlefaser-Verbundwerkstoffe zu entwickeln. Ebenfalls im Jahr 2012 hat das europäische Ford Forschungszentrum in Aachen (Research Innovation Center Aachen) mit der Erforschung neuer Produktionsprozesse rund um verringerte Zykluszeiten beim Einsatz von Kohlefaser-Komponenten begonnen. Die Ingenieure in Aachen arbeiten dabei eng mit ihren Kollegen in den USA zusammen.

Mit der Kooperation werden Ford und DowAska zugleich Mitglieder des neu gegründeten “Institute for Advanced Composites Manufacturing Innovation”, das von der US-Regierung ins Leben gerufen wurde. Das Institut ist Teil eines größeren Netzwerks für Fertigungsinnovationen und wird durch das US-Energieministerium unterstützt.

gp