Frontgitter Heizstrahler

In einem Forschungprojekt wurde erkundet, welchen Einfluss naturfaser-verstärkte Kunststoffe auf den Fahrzeugbau haben könnten. Bild: Rainer Rihm/Fraunhofer IAP

| von Jonas Rosenberger

Naturfaser-verstärkten Kunststoffe verwenden, um Gewicht zu sparen: Daran forschte die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) im Verbundprojekt „Bio-PPT und Bio-PBT mit Cellulosefaserverstärkung zur leichtbauorientierten Verwendung“. Partner waren das Institut für Werkstofftechnik der Universität Kassel (IFW) und das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung (IAP).

In dem Projekt wurden biobasierte, faserverstärkte Kunststoffe entwickelt, die fossil- und glasfaserbasierte Materialien in ihren technischen Eigenschaften übertreffen, so die Agentur. Es wurden Produktmuster für verschiedene Anwendungsbereiche hergestellt und getestet. Für elektronische Bauteile wurde außerdem eine geeignete halogenfreie Flammschutzadditivierung ermittelt, schreiben die Wissenschaftler.

Die Ergebnisse könnten einer Vielzahl industrieller Anwendungen zugutekommen, besonders aber im Automobil- und Elektronikbereich. Dort werden in hohem Maß Bauteile eingesetzt, die aus faserverstärkten Kunststoffen hergestellt werden. Diese Bauteile sollen nach dem Willen der FNR künftig verstärkt aus natürlichen Materialien herstellbar sein. Mit leichten Bauteile kann Antriebsenergie gespart und das Handling eines Fahrzeugs einfacher werden.

Gebräuchliche Kunststoffe für technische Anwendungen sind Polypropylen-terephthalat (PPT) und Polybutylen-terephthalat (PBT), die oft als glasfaserverstärkte Kunststoffe eingesetzt werden. Beide Kunststoffe können heute als biobasierte Variante hergestellt werden, so die Forscher. Eine Alternative zu Glasfasern stellen Celluloseregeneratfasern dar. Sie sind chemisch aufgearbeitete Naturfasern, die jedoch wesentlich weniger hitzeempfindlich sind als klassische Naturfasern.

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