BMW_autonomes_Fahren_Intel

BMW kooperiert seit längerem mit Intel und Mobileye und startet noch in diesem Jahr mit der Praxiserprobung autonomer Autos in München. Bild: BMW

Die Fahrzeuge sollen in den USA und Europa auf die Straßen geschickt werden und wertvolle Informationen für die Entwicklung vollautonomer Systeme liefern. Intel hatte das israleische High-Tech-Unternehmen für die enorme Summe von rund 15 Milliarden US-Dollar übernommen. Damit will der Chipriese verlorenes Terrain gegenüber Nvidia aufholen.

Und man möchte dabei offenbar nicht noch mehr Zeit verlieren. Bereits am Tag nachdem die Mobileye-Übernahme unter Dach und Fach war, kündigte Intel an, dass Mobileye mit dem Aufbau bei einer aus 100 Fahrzeugen bestehenden Tesflotte beginnen werde, die ersten Autos sollen noch 2017 auf die Straßen kommen. In einem Statement hob Mobileye-Mitbegründer Amnon Shashua, der nach der Übernahme als Chef der nun neuen Intel-Tochter fungiert, hervor, dass der Flotte Fahrzeuge verschiedener Hersteller angehören werden und sowohl in den USA wie auch in Europa im Straßenverkehr erprobt werden sollen. Wichtig sei dies, da sich die Verkehrsverhältnisse deutlich unterscheiden – bis hin zur Beschilderung. Damit geht Mobileye einen anderen Weg als Internetriese, der bislang ausschließlich in Kalifornien testet.

Mit von der Partie ist auch BMW. Der Autobauer kooperierte bei der Entwicklung des autonomen Fahrens bereits bevor Mobileye von Intel geschluckt wurde und hatte bereits  vor einigen Monaten angekündigt, mit der praktischen Erprobung autonomer Fahrzeuge in München beginnen zu wollen.

Die technische Ausrüstung der Mobileye-Flotte soll dem sogenannten Level 4 auf der Entwicklungsskala zum vollautonomen Fahren entsprechen. Dabei ist Fahren weitestgend ohne Fahrer möglich. Die Autos sind aber noch mit Lenkrad und Pedalerie versehen, so dass ein Fahrer eingreifen kann. Darüber steht nur noch Level 5. Diesem höchsten Level entspricht das von VW entwickelte Konzeptfahrzeug Sedric, solche Autos werden aber noch nicht produziert.

Bei der angekündigten autonomen Flotte werden die Technologien von Intel und Mobileye zusammengeführt. Wenn man so will, ist das, was der Sensorspezialist aus Israel liefert, das Auge des Fahrzeugs, die Hochleistungs-Chips von Intel das Hirn. Als Schlüssel zum voll autonomen Fahren gilt die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz.

  • Die futuristische Kapsel simuliert den Innenraum eines  autonom fahrenden Autos, die Skyline auf der Leinwand vermittelt den Eindruck einer realen Fahrt durch die nächtliche Großstadt. Bild: Audi

    Die futuristische Kapsel simuliert den Innenraum eines autonom fahrenden Autos, die Skyline auf der Leinwand vermittelt den Eindruck einer realen Fahrt durch die nächtliche Großstadt. Bild: Audi

  • Für das Laborexperiment beim Fraunhofer-Institut in Stuttgart baute Audi eigens einen Fahrsimulator: mit variablem Innenraum und ohne Lenkrad. Bild: Audi

    Für das Laborexperiment beim Fraunhofer-Institut in Stuttgart baute Audi eigens einen Fahrsimulator: mit variablem Innenraum und ohne Lenkrad. Bild: Audi

  • Fraunhofer-Experten für Mensch-Maschine-Interaktion messen Gehirnströme (EEG). Bild: Audi

    Fraunhofer-Experten für Mensch-Maschine-Interaktion messen Gehirnströme (EEG). Bild: Audi

  • Im futuristischen Fahrsimulator wird unter anderem untersucht, wie das Interieur zum perfekten Arbeitsplatz wird. Bild: Audi

    Im futuristischen Fahrsimulator wird unter anderem untersucht, wie das Interieur zum perfekten Arbeitsplatz wird. Bild: Audi

  • Im Laborexperiments beim Fraunhofer-Institut in Stuttgart wird die Hautleitfähigkeit der Probanden gemessen (Galvanic Skin Respons, GSR). Bild: Audi

    Im Laborexperiments beim Fraunhofer-Institut in Stuttgart wird die Hautleitfähigkeit der Probanden gemessen (Galvanic Skin Respons, GSR). Bild: Audi

  • 30 Probanden bewältigten im Laborexperiment beim Fraunhofer-Institut in Stuttgart verschiedene Konzentrationsaufgaben – vergleichbar einer Arbeitssituation im selbstfahrenden Auto. Bild: Audi

    30 Probanden bewältigten im Laborexperiment beim Fraunhofer-Institut in Stuttgart verschiedene Konzentrationsaufgaben – vergleichbar einer Arbeitssituation im selbstfahrenden Auto. Bild: Audi

  • Darstellung von Gehirnströmen (EEG) am Bildschirm. Bild: Audi

    Darstellung von Gehirnströmen (EEG) am Bildschirm. Bild: Audi

  • In der Zukunft sollen selbstfahrende Autos flüssig durch die Stadt navigieren – ohne Lenkrad, ohne Fahrer (Seoul). Bild: Audi

    In der Zukunft sollen selbstfahrende Autos flüssig durch die Stadt navigieren – ohne Lenkrad, ohne Fahrer (Seoul). Bild: Audi

  • Die "25. Stunde" - wie nutzt man die Zeit, die durch autonomes Fahren gewonnen werden kann, optimal? Bild: Audi

    Die "25. Stunde" - wie nutzt man die Zeit, die durch autonomes Fahren gewonnen werden kann, optimal? Bild: Audi

  • Die Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt sollen Audi helfen, künftig jedem Nutzer seinen persönlich optimierten Innenraum im Auto zu bieten. Bild: Audi

    Die Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt sollen Audi helfen, künftig jedem Nutzer seinen persönlich optimierten Innenraum im Auto zu bieten. Bild: Audi

  • Detailergebnis aus Audis Projekt "25. Stunde". Bild: Audi

    Detailergebnis aus Audis Projekt "25. Stunde". Bild: Audi