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BMW kooperiert seit längerem mit Intel und Mobileye und startet noch in diesem Jahr mit der Praxiserprobung autonomer Autos in München. Bild: BMW

| von Frank Volk

Die Fahrzeuge sollen in den USA und Europa auf die Straßen geschickt werden und wertvolle Informationen für die Entwicklung vollautonomer Systeme liefern. Intel hatte das israleische High-Tech-Unternehmen für die enorme Summe von rund 15 Milliarden US-Dollar übernommen. Damit will der Chipriese verlorenes Terrain gegenüber Nvidia aufholen.

Und man möchte dabei offenbar nicht noch mehr Zeit verlieren. Bereits am Tag nachdem die Mobileye-Übernahme unter Dach und Fach war, kündigte Intel an, dass Mobileye mit dem Aufbau bei einer aus 100 Fahrzeugen bestehenden Tesflotte beginnen werde, die ersten Autos sollen noch 2017 auf die Straßen kommen. In einem Statement hob Mobileye-Mitbegründer Amnon Shashua, der nach der Übernahme als Chef der nun neuen Intel-Tochter fungiert, hervor, dass der Flotte Fahrzeuge verschiedener Hersteller angehören werden und sowohl in den USA wie auch in Europa im Straßenverkehr erprobt werden sollen. Wichtig sei dies, da sich die Verkehrsverhältnisse deutlich unterscheiden – bis hin zur Beschilderung. Damit geht Mobileye einen anderen Weg als Internetriese, der bislang ausschließlich in Kalifornien testet.

Mit von der Partie ist auch BMW. Der Autobauer kooperierte bei der Entwicklung des autonomen Fahrens bereits bevor Mobileye von Intel geschluckt wurde und hatte bereits  vor einigen Monaten angekündigt, mit der praktischen Erprobung autonomer Fahrzeuge in München beginnen zu wollen.

Die technische Ausrüstung der Mobileye-Flotte soll dem sogenannten Level 4 auf der Entwicklungsskala zum vollautonomen Fahren entsprechen. Dabei ist Fahren weitestgend ohne Fahrer möglich. Die Autos sind aber noch mit Lenkrad und Pedalerie versehen, so dass ein Fahrer eingreifen kann. Darüber steht nur noch Level 5. Diesem höchsten Level entspricht das von VW entwickelte Konzeptfahrzeug Sedric, solche Autos werden aber noch nicht produziert.

Bei der angekündigten autonomen Flotte werden die Technologien von Intel und Mobileye zusammengeführt. Wenn man so will, ist das, was der Sensorspezialist aus Israel liefert, das Auge des Fahrzeugs, die Hochleistungs-Chips von Intel das Hirn. Als Schlüssel zum voll autonomen Fahren gilt die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz.