Neckarsulm wird Audis Batterie-Kompetenzzentrum

Am Standort Neckarsulm wird Audi das komplette Hochvoltbatterie-Portfolio entwickeln. Bild: Audi

Audi stärkt mit dieser strategischen Entscheidung die Technische Entwicklung für die Zukunft und macht Neckarsulm zu einem Kompetenzzentrum für eine Schlüsseltechnologie der Elektromobilität. Am Standort entwickelt der OEM bereits Hochvoltbatterien für Plug-in-Hybride. Nun wird auch die Entwicklung des kompletten Hochvoltbatterie-Portfolios für vollelektrische Autos dort angesiedelt und der Standort sukzessive ausgebaut.

Den Mitarbeitern der Technischen Entwicklung Neckarsulm will Audi in den kommenden Jahren unterschiedliche Weiterbildungsmöglichkeiten bieten. Seit Ende 2020 werden diese qualifiziert. Die Strukturen für die PHEV-Hochvoltbatterie-Entwicklung liegen bereits vor. Perspektivisch werde diese weiterhin in enger Zusammenarbeit mit dem Standort Ingolstadt vollzogen, personell aber überwiegend in Neckarsulm verortet.

Im überdies entstehenden Batterietechnikum sollen ab 2023 zudem weitergebildete Mitarbeiter, die zuvor im Prüftechnikum für Verbrennungsmotoren tätig waren, neue Hochvoltspeicher-Module für verschiedene E-Fahrzeuge erproben. „Hochvoltbatterien und Elektromotoren machen einen wichtigen strategischen Anteil an der künftigen Wertschöpfung in einer transformierten Autoindustrie aus. Deshalb bauen wir unsere Kompetenz bei der Entwicklung dieser Komponenten systematisch aus“, sagt Oliver Hoffmann, Vorstand für Technische Entwicklung bei Audi.

Neue Audi-Modelle ab 2026 ausschließlich elektrisch

Mit dieser Investitionsentscheidung gebe man ein deutliches Bekenntnis zur Elektrifizierung und zur langfristigen Sicherung des Standorts ab, sagt der neue Werkleiter in Neckarsulm, Fred Schulze. Obendrein schaffe man Synergien mit dem dortigen Leichtbauzentrum. Auch der Vorsitzende des Betriebsrats, Rolf Klotz, begrüßt das Vorhaben. So transormiere Audi in den kommenden Jahren immer mehr Mitarbeiter in diesen Bereich und stelle ihnen unterschiedliche Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Bis 2033 will das Unternehmen die Produktion der Verbrenner auslaufen lassen. Im Rahmen der Strategie Vorsprung 2030 hat Audi angekündigt, neue Modelle ab 2026 ausschließlich als Elektroautos auf den Weltmarkt zu bringen. Vor diesem Hintergrund setzt man deutliche Hoffnungen in den Standort Neckarsulm. Ende 2022 will Audi dort den Neubau eines Multifunktionsgebäudes für die Technische Entwicklung fertigstellen, die neue Lackiererei dann bis 2025.

Mit zahlreichen Investitionen beschleunigt der Autohersteller überdies die vollvernetzte Fabrik: Als erstes Werk im VW-Konzern setzen die Neckarsulmer die RFID-Technologie zur Fahrzeugidentifikation durchgängig im gesamten Produktionsprozess ein. Unter Führung von CIO Frank Loydl kommt überdies der Engineering-IT eine verstärkte Rolle für den reibungslosen Ablauf der Transformation zu.

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