Applied Nano Surfaces - Vibrationsunterstützte Tribokonditionierung

Vibrationsunterstützte Tribokonditionierung: links das tribochemisch behandelte Werkstück, rechts das unbehandelte. Bild: ANS

| von Götz Fuchslocher
Applied Nano Surfaces (ANS) - neues Oberflächenveredlungsverfahren
Die vibrationsunterstützte Tribokonditionierung erzeugt mechanische Kontakte zwischen Impaktoren und Werkstück, sodass die tribochemische Reaktion stattfinden kann. Bild: ANS

„Wir haben eine neue Variante unserer bewährten Tribokonditionierung erfunden, die sich besonders gut für die Massenbearbeitung von Bauteilen mit komplizierter Geometrie eignet, wenn der maschinelle Standardprozess nicht angewendet werden kann, erläutert Andreas Storz, Geschäftsführer der ANS Deutschland GmbH. Im Prinzip nutze man das gleiche oberflächenwirksame Fluid wie für die klassische Tribokonditionierung. Aber statt eines festen Werkzeugs, um die Oberfläche zu behandeln, erzeuge man jetzt mechanische Kontakte zwischen einer großen Anzahl von massiven Impaktoren und dem Werkstück, in denen die tribochemische Reaktion stattfinde, so Storz.

Wie ANS mitteilt, stehen zur Erzeugung dieser Kontakte verschiedene Verfahren zur Verfügung, die Auswahl erfolgt nach den Anforderungen an den endgültigen Oberflächenzustand und der angestrebten Funktionalität des Bauteils. Die Behandlung erzeuge eine Festschmierstoffschicht, die den Reibungskoeffizienten der Bauteile drastisch reduziere. So optimiere man laut ANS die Lebensdauer der Komponenten, verringere den Verschleiß und lasse beispielsweise bei Getrieben oder Differenzialen in der Automobilindustrie den Kraftstoffverbrauch und das Geräuschniveau erheblich sinken.

Das Ingenieurteam in Schweden erzielt laut ANS durch die vibrationsunterstützte Tribokonditionierung eine signifikante Reduzierung der Oberflächenrauheit und erzeugt ein plateauähnliches Rauheitsprofil. Durch die eingebrachte Vibrationsenergie reagiere das ANS-Tribofluid mit der Oberfläche und erzeuge die mit Festschmierstoffen angereicherte Randschicht. „Zusätzlich erreichen wir hohe Druckeigenspannungen“, sagt Storz. Druckeigenspannungen sind vorteilhaft für die Bauteiltribologie und sehr wichtig für die Dauerhaltbarkeit von Zahnrädern. Das Verfahren eignet sich laut ANS neben Zahnrädern und Motorenkomponenten für verschiedenste Bauteile, wie etwa für Gleitschienen, Linearführungen und Hydraulikteile.

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