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Der schwedische Konzern Atlas Copco will den britisch-amerikanischen Stanzniet-Spezialisten Henrob übernehmen. Bild: Atlas Copco

Die geplante Übernahme wurde von drei Atlas-Copco-Gesellschaften angekündigt: Atlas Copco UK Holding Ltd, Atlas Copco North America LLC und Atlas Copco Asia Pacific Pty Ltd. Henrobs größte Betriebsstätten liegen in Großbritannien und den USA; in Deutschland ist der Hersteller als Henrob GmbH mit Sitz in Herford vertreten. Das Unternehmen ist in privatem Besitz und erwirtschaftete in den zwölf Monaten von Juli 2013 bis Juni 2014 weltweit mit rund 400 Beschäftigten etwa 162 Millionen US-Dollar. Die Übernahme muss noch von mehreren Behörden überprüft werden und soll im dritten Quartal 2014 abgeschlossen werden.

Das Stanznietverfahren, ein mechanisches Fügeverfahren, ist eine stark wachsende Technologie, die vom Trend zum Leichtbau in der Automobilindustrie und anderen Branchen befördert wird. „Henrob passt strategisch hervorragend in unser Portfolio von Verbindungstechniken für die Automobilindustrie“, sagte Mats Rahmström, Chef des Atlas-Copco-Konzernbereichs Industrietechnik. „Es ist eine sinnvolle Ergänzung insbesondere für unser Angebot an Lösungen für den Karosseriebau. Denn jetzt können wir unseren Kunden drei Kerntechnologien anbieten: Schraubtechnik, Klebetechnik und Stanznieten.“ Zu Henrobs Kunden zählen einige der führenden Automobilhersteller Europas und aus den USA. Atlas Copco sieht mit seiner großen Vertriebsmannschaft von über 1000 Verkäufern in diesem Konzernbereich und seiner weltweiten Präsenz in mehr als 180 Ländern sehr gute Expansionschancen im Bereich Stanznieten; denn es können nun viele Kunden in Ländern erreicht werden, in denen Henrob bislang weniger bekannt ist. Henrob soll ein eigener Geschäftsbereich in der Division „Werkzeuge und Montagesysteme für die Automobilindustrie“ innerhalb des Konzernbereichs Industrietechnik von Atlas Copco werden. Der Markenname wird beibehalten.

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