Audi-Mitarbeiter in der Montage erproben die Exoskelette beispielsweise beim Verschrauben der Unterbodenverkleidung.

Audi-Mitarbeiter in der Montage erproben die Exoskelette beispielsweise beim Verschrauben der Unterbodenverkleidung. Bild: Audi

| von Fabian Pertschy

Äußere Stützstrukturen sollen Audi-Mitarbeitern bei Tätigkeiten im Überkopfbereich entlasten, indem sie Gelenke und Muskulatur schonen. Rund 60 Mitarbeiter am Standort Ingolstadt testen deshalb mechanische Exoskelette ohne motorischen Antrieb in Montage, Lackiererei und Werkzeugbau.

Zu den erprobten Modellen zählen unter anderem das Paexo des Herstellers Ottobock und das Skelex 360 der Firma Skelex. Beide Exoskelette werden wie ein Rucksack auf den Schultern getragen und mit einem Gurt um die Hüfte befestigt. Armschalen stützen beim, indem sie einen Teil des Armgewichtes aufnehmen und es über Stützstrukturen auf die Hüfte umleiten.

Der Praxistest soll dabei helfen, grundlegende Fragen zu evaluieren. Damit die Bedürfnisse der Mitarbeiter erfüllt werden, muss ausreichend Bewegungsfreiheit vorhanden, das längere Tragen angenehm und die Unterstützung in zufriedenstellendem Maße gegeben sein.

Die Exoskelette werden sowohl bei statischen als auch bei dynamischen Tätigkeiten erprobt: beispielsweise beim Montieren der Bremsleitungen, beim Verschrauben der Unterbodenverkleidung und beim Auftragen von Korrosions- und Abdichtungsschutz. Exoskelette sollen bei Audi langfristig und standortübergreifend an spezifisch ausgewählten, prädestinierten Arbeitsplätzen implementiert werden.

Neu sind sie in der Audi‑Produktion jedoch nicht. Erste vielsprechende Erfahrungen sammelte der Automobilhersteller bereits im ungarischen Werk in Győr. Bereits seit rund vier Jahren befasst sich das Unternehmen mit derartigen Hilfsmitteln – darunter auch eine Konstruktion der Firma Laevo, die den Rücken bei Hebe‑ und Umsetzvorgängen entlastet.

Der Eintrag "freemium_overlay_form_apr" existiert leider nicht.