Daimler läßt in mehreren Motor- und Getriebe-Werken in Deutschland und im US-Werk in Alabama die

Daimler läßt in mehreren Motor- und Getriebe-Werken in Deutschland und im US-Werk in Alabama die Arbeit über den Jahreswechsel ruhen. - Bild: Daimler

Beim Autohersteller Daimler ruhe in mehreren Motor- und Getriebe-Werken in Deutschland und im US-Werk in Alabama die Arbeit über den Jahreswechsel nur eine statt der üblichen zwei Wochen, sagte ein Firmensprecher in Stuttgart am Dienstag. Auf diese Weise soll gewährleistet werden, dass die Antriebs-Belieferung an die Fahrzeugwerke nach den Feiertagen schnell wieder anläuft. Auch das Werk in Bremen, wo die neue C-Klasse produziert wird, macht nur eine Woche Ferien. In anderen Produktionsstätten stehen die Bänder wie üblich über die Feiertage zwei Wochen still.

Die “Bild”-Zeitung hatte zuvor berichtet, mehrere Autohersteller verkürzten ihre Werksferien wegen der guten Auftragslage. Bei BMW in Leipzig fangen die Arbeiter bereits am 2. Januar wieder an, Fahrzeuge zu montieren. Das habe auch mit dem Produktionsstart des neuen Elektroautos i3 zu tun, sagte ein Sprecher am Dienstag in München. Vor allem aber habe es rein kalendarische Gründe: In Sachsen ist der 6. Januar im Gegensatz zu Bayern kein Feiertag.

Volkswagen fährt Sonderschichten

Andere Hersteller benötigen vor den Betriebsferien zum Jahresende Sonderschichten: Im Wolfsburger Volkswagen-Stammwerk fahren die Mitarbeiter im Dezember fünf Sonderschichten für den Golf. 2013 gebe es damit insgesamt rund 40 Sonderschichten in der Golf-Fertigung am Standort Wolfsburg, sagte ein VW-Sprecher.

Die deutsche Autoindustrie rechnet dank einer hohen Nachfrage aus China und den USA im kommenden Jahr mit deutlichem Wachstum, selbst in Westeuropa dürfte es erstmals seit vier Jahren wieder aufwärts gehen. Weltweit dürften die deutschen Hersteller 14,7 Millionen Autos produzieren, 500 000 oder 3,5 Prozent mehr als in diesem Jahr, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag mit.

Bei VW stehen Mitarbeiter zusätzlich zum Betrieb unter der Woche an nahezu jedem Wochenende am Band. Zur Weihnachtszeit stünden im Stammwerk aber Umbauarbeiten an, “die in den Sommermonaten aufgrund der hohen Nachfrage verschoben wurden”, wie der Sprecher erklärte. Wie geplant werde die Produktion in allen europäischen Fahrzeugwerken der Pkw-Kernmarke VW “in den Wochen um Weihnachten und Neujahr” ruhen. Einzelne Bereiche würde aber den Betrieb schon kurz nach Silvester wieder aufnehmen.

Bei der VW-Tochter Audi wird es im Dezember noch an drei Samstagen Sonderschichten geben. Dann beginnt in Ingolstadt vom 21. Dezember bis 10. Januar die Betriebsruhe. In der Zeit würden ebenfalls Umbauarbeiten vorgenommen, sagte ein Audi-Sprecher. Auch in Porsches Werk in Leipzig wird die ruhige Zeit zwischen den Jahren für die Umordnung genutzt. Im kommenden Jahr wird dort neben Panamera und Cayenne auch Porsches neuer Geländewagen Macan vom Band rollen.

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dpa/Guido Kruschke