Arena2036

ARENA 2036 will als Forschungsfabrik für den Automobilbau der Zukunft eine neue Epoche der Forschungspartnerschaft einleiten. Quelle: Fraunhofer IPA; Foto: Christian Hass

Seit Juli 2013 arbeitet ARENA2036 mit allen Startprojekten bereits in einem Interimsgebäude auf dem Universitätscampus Vaihingen. Der Umzug in den 8.000 Quadratmeter großen Neubau der Forschungsfabrik (Investitionsvolumen 30 Millionen Euro) auf dem Universitätscampus Vaihingen mit Büro-, Labor- und Produktionsflächen ist für 2016 geplant.

Die ARENA2036-Partner arbeiten an vier Startprojekten: Intelligenter Leichtbau und Funktionsintegration, Digitale Produktion: neue Materialien und Prozesse, Forschungsfabrik: Produktion der Zukunft sowie das Schnittstellenprojekt Kreativität, Kooperation, Kompetenztransfer.
ARENA steht für Active Research Environment for the Next Generation of Automobiles; die Zahl 2036 markiert das Ziel, bis zum Jahr 2036 – dem 150-jährigen Jubiläum des Automobils – neuartige, ressourceneffiziente und wettbewerbsfähige Produktionsmodelle und -systeme zu realisieren.
Grundlagenforscherinnen und -forscher sowie anwendungsorientierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Stuttgart, außeruniversitärer Forschungsinstitute und der Industrie stecken in einem Fabrikgebäude ihre Köpfe zusammen und gehen gemeinsam einen strategischen Weg von der Forschung zum fertigen Produkt. Die Rede ist gar von „einer neuen Epoche der Forschungspartnerschaft.“
Neben der Universität Stuttgart sind BASF, Bosch, Daimler, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) und Fraunhofer-Institute Partner von ARENA2036. Dazugekommen sind jetzt die Firmen Bär Automation, Faro und Festo, die auf der Startveranstaltung als neue Partner vorgestellt wurden.

Der Forschungscampus ARENA2036 geht auf den Wettbewerb des Bundesforschungsministeriums (BMBF) „Forschungscampus – öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen“ zurück, in dem der Antrag der Universität Stuttgart und der ARENA2036-Partner als modellhaft ausgewählt wurde. In einem Zeitraum von maximal 15 Jahren stellt das BMBF Fördermittel von jährlich bis zu zwei Millionen Euro zur Verfügung. Die Investitionskosten hat das Land Baden-Württemberg übernommen; das Land stellt den in der Rechtsform eines Vereins organisierten ARENA2036-Partnern die Forschungsfabrik unentgeltlich zur Verfügung.

Klaus Hamacher, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands beim DLR: „Für das DLR ist der Leichtbau eine wichtige Zukunftstechnologie, welche die Luft- und Raumfahrtbranche genauso wie den Automobilbau in den nächsten Jahrzehnten prägen wird. Mehrere DLR-Institute forschen bereits intensiv an neuartigen Konzepten, Bauweisen und Werkstoffen. In den Forschungscampus ARENA2036 bringen die beiden Stuttgart DLR-Institute für Fahrzeugkonzepte sowie für Bauweisen und Strukturtechnologie ihr Know-how mit ein und profitieren vom direkten Austausch mit Partnern aus Wirtschaft und Forschung, um gemeinsam Innovationen auf diesem zukunftsweisenden Feld voranzutreiben.“

Für Prof. Götz T. Gresser, Sprecher des Vorstands der DITF Denkendorf bietet der Forschungscampus ARENA 2036 für die DITF „die große Chance, ihre jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung von Fasern und Faserverbundwerkstoffen für den funktionsintegrierten Leichtbau einzubringen. Die DITF besitzen alle notwendigen Technologien und Kompetenzen, um in diesem kollaborativen Großprojekt die Ideen für das Automobil der Zukunft zu entwerfen und umzusetzen.“

Prof. Thomas Bauernhansl, Institutsleiter des Fraunhofer IPA: „Das Fraunhofer IPA treibt die Erforschung wandlungsfähiger Produktionssysteme mit langjähriger Erfahrung und Wissen in der Fabrikplanung und Entwicklung innovativer Robotersysteme voran und setzt die Ergebnisse in der Forschungsfabrik praktisch um.“

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Fraunhofer IPA / Christian Klein