Aluminium-Recycling im BMW-Werk Dingolfing

Die BMW Group weitet das Aluminium-Recycling auf das Presswerk Dingolfing aus. In einem ersten Schritt werden die Aluminiumbleche sortenrein getrennt und auf drei Förderbänder verteilt. Bild: BMW Group

| von Götz Fuchslocher

Wie BMW meldet, soll der Recycling-Prozess am Standort eine CO2 Ersparnis von rund 120.000 Tonnen CO2 pro Jahr ermöglichen. Die Herstellung von Sekundär-Aluminium ist laut dem OEM im Gegensatz zur Produktion von Primär-Aluminium aus neuen Rohstoffen mit 95 Prozent weniger Treibhaus-Emissionen verbunden. Die im Presswerk anfallenden Restbleche aus den zwölf Produktionspressen werden dazu vollautomatisch über so genannte Schrottrutschen getrennt, auf drei
verschiedene Förderbänder verteilt und zu Würfeln gepresst. Dadurch werden die Aluminiumreststoffe so gesammelt, dass sich die Materialien unterschiedlicher Bauteile mit ihren individuellen Zusammensetzungen nicht vermischen - eine Trennung die man anschließend auch im Recyclingprozess beibehalte.

Die BMW Group arbeitet dazu mit dem Aluminium-Recycling-Spezialisten Novelis zusammen, der die anfallenden Aluminium-Reste aus Dingolfing einschmilzt, das Material auflegiert und daraus Aluminiumbleche herstellt. Diese wiederum können innerhalb der Industrie genutzt werden, unter anderem auch in der Fahrzeugproduktion am Standort Dingolfing. Den Recycling-Prozess setzt BMW bereits in der Leichtmetallgießerei des Werks Landshut um. Wie BMW mitteilt, soll die Anpassung auf ein Presswerk Vorbildcharakter für das gesamte Unternehmen haben. Intelligenter Leichtbau und der damit verbundene Einsatz von Aluminium werde auch künftig an Bedeutung gewinnen, unter anderem durch die Weiterentwicklung der Elektromobilität, heißt es dazu von Seiten des Autobauers.

„Mit der Einführung dieses Systems stärken wir unsere Position als weltweites Aluminium-Kompetenzzentrum im Unternehmen“, sagt Christoph Schröder, Leiter des BMW Group Werks Dingolfing. „Gleichzeitig übernehmen wir bereits in der Lieferkette Verantwortung für die Umwelt und einen effizienten Umgang mit Rohstoffen.“