„Wir haben die Rolle des Werks Leipzig im internationalen Produktionsnetzwerk gestärkt“, sagt

„Wir haben die Rolle des Werks Leipzig im internationalen Produktionsnetzwerk gestärkt“, sagt BMW-Bereichsleiter Peter Weber (links).


Die nunmehr vier Highspeed-Servopressen im BMW Werk Leipzig gelten als die weltweit modernsten und schnellsten Anlagen ihrer Art. Mit bis zu 10.300 Tonnen Gesamtpresskraft und bis zu 23 Hüben pro Minute verarbeiten sie höher- und hochfeste Stähle im Rekordtempo. Auch die Verarbeitung von Aluminium ist möglich. Die neuen Pressenstraßen erhöhen die Fertigungstiefe, Flexibilität und Effizienz am Standort Leipzig in erheblichem Maße. Im Vergleich zu herkömmlichen Presstechniken fallen die Fertigungszeit pro Einheit sowie der Flächenbedarf innerhalb des Werkes um rund die Hälfte geringer aus. Zugleich sinken der Energieverbrauch um bis zu 20 bis 60 Prozent je Arbeitsschritt und die Geräuschemissionen von 92 auf 80 Dezibel.

Der Aufbau des Leipziger Presswerks startete 2009 mit der weltweit ersten Highspeed-Servopresse, die Pressteile in einer bis dahin nicht gekannten Geschwindigkeit und Effizienz herstellen kann. Dieser folgten 2013 eine zweite und dritte Großpresse. Die Inbetriebnahme der vierten und letzten Highspeed-Servopresse nahmen nun der Leiter des Bereichs „Lackierte Karosserie“ im BMW Werk Leipzig, Peter Weber, und Oberbürgermeister Burkhard Jung gemeinsam vor. „Der Vollausbau unseres Presswerks markiert einen weiteren Meilenstein in der Geschichte unseres Werks: Damit erhöhen wir am Standort die Wertschöpfungstiefe, schaffen weitere sichere Arbeitsplätze und stärken die Rolle des Werks Leipzig in unserem internationalen Produktionsnetzwerk“, sagt Weber.

Das BMW Werk Leipzig konnte mit dem Presswerksausbau in den vergangenen zwei Jahren knapp 190 neue Arbeitsplätze schaffen – zusätzlich zu den 150 bereits seit 2009 existierenden Arbeitsplätzen durch die erste Großpresse. Die Erweiterung des Presswerks folgt der „Presswerk-On-Site-Strategie“ der BMW Group. Danach werden möglichst alle am Standort benötigten Pressteile unmittelbar vor Ort hergestellt und direkt der Karosserieproduktion zugeführt. Die BMW Group investierte im Presswerk Leipzig insgesamt 320 Millionen Euro.

Christian Klein

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