Luftaufnahme des BMW-Werks München

Im BMW-Werk München sollen künftig Fahrzeuge mit unterschiedlichen Antrieben vom selben Band rollen. Bild: BMW

| von Werner Beutnagel

Die Unterbrechung der Produktion dauert vom 24. Juli bis zum 6. September. „Wir machen das Werk München fit für die Zukunft. Nach Abschluss der Umbaumaßnahmen können wir Fahrzeuge mit Diesel-, Benzin-, Hybridantrieb und den vollelektrische BMW i4 auf derselben Linie fertigen. Das ermöglicht es uns, flexibel auf die Kundennachfrage zu reagieren“, sagt Werksleiter Robert Engelhorn.

Bei der Integration des neuen Modells ergeben sich spezielle Herausforderungen für die Fertigung: Unter anderem unterscheidet sich das Karosseriekonzept des i4 aufgrund der Hochvoltbatterie von den bisher in München gefertigten Fahrzeugen. Dennoch sei es möglich, rund 90 Prozent der bestehenden Anlagen im Karosseriebau für die Produktion des Modells zu befähigen, rund zehn Prozent der Arbeitsschritte erfordern neue Anlagen. Unter anderem wird eine separate Montagestelle für die Batterie des Fahrzeugs aufgebaut.

„Eine besondere Herausforderung bei allen Umbau- und Installationsmaßnahmen im Werk München sind die beengten Strukturen“, erklärt Engelhorn. „Auf engstem Raum müssen innerhalb von sechs Wochen alte Anlagen entfernt, neue Anlagen installiert und in Betrieb genommen werden. Das erfordert planerische Exzellenz und eine hohe Kreativität.“

Neben dem Einbau neuer Elemente werden bestehende Produktionsanlagen so umgebaut, dass die 3er Limousine, der 3er Touring (beide mit Verbrennungsmotoren und Hybridantrieb), der neue M3 sowie der vollelektrische i4 auf derselben Linie gefertigt werden können.

Die Unterbrechung der Produktion wurde bereits seit 2019 geplant und vorbereitet. Unter anderem nutzte BMW dabei in der Getriebevor- und Endmontage Virtual Reality-Systeme, um Strukturen und Prozesse bereits vorab erfahrbar zu machen. Auf einer VR-Trainingsfläche können sich Mitarbeiter zudem auf ihre neuen Arbeitsplätze vorbereiten.

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