BMW i8 breit

Auch im BMW i8 wird ein hoher Anteil Carbon verarbeitet. Um dem gestiegenen Bedarf nach dem ultraleichten Werkstoff Rechnung zu tragen, kündigten BMW und SGL Carbon die Verdreifachung der Kapazität im Werk Moses Lake an. Bild: BMW Group

Wie die Unternehmen anlässlich des ersten Spatenstichs am Freitag (9.Mai) ankündigten, werden nach 100 Millionen Dollar an Investitionen nun weitere 200 Millionen Dollar in den Ausbau des Werkes im Bundesstaat Washington fließen. Im Zuge des Ausbaus, der Anfang 2015 abgeschlossen sein soll, werde die Zahl der Mitarbeiter von bisher 80 auf 200 erhöht.

Höherer Carbonanteil auch in M-Modellen

Derzeit werden in dem Werk auf zwei Fertigungslinien pro Jahr rund 3.000 Tonnen Karbonfasern exklusiv für das Elektrofahrzeug BMW i3 produziert, mittelfristig ist eine Verdreifachung der Kapazität auf 9.000 Tonnen jährlich geplant. Bereits ab diesem Sommer soll die Kapazität mit der Inbetriebnahme der dritten und vierten Produktionslinie auf 6.000 Tonnen verdoppelt werden. Aus ökologischer Sicht gilt Moses Lake als Vorzeigewerk, die für die Carbonfaserproduktion benötigte Energie wird vollständig aus Wasserkraft erzeugt.

Mit der deutlichen Ausweitung der Kapazität trägt BMW zum einen dem aktuellen Markteintritt des i3 in den USA Rechnung – von dem Elektroauto wurden seit Jahresbeginn mehr als 5.000 Exemplare im BMW-Werk Leipzig gebaut. Zum anderen kommen die Karbonfasern auch im neuen Plugin-Hybrid-Sportwagen i8 zum Einsatz. Zudem plant der Autobauer den Carbonanteil in den High-Performance-Modellen der M-Reihe zu erhöhen, wie BMW-Einkaufsvorstand Klaus Draeger bei der Grundsteinlegung ankündigte.

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Frank Volk