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Der kompakte Tape-Legekopf ist modular aufgebaut, um unterschiedliche endlosfaserverstärkte Thermoplast-Tapes, Duroplast-Prepregs und Dry-Fiber-Rovings mit derselben Anlage verarbeiten zu können. Bild: Fraunhofer IPT

Der kompakte Tape-Legekopf ist modular aufgebaut, um unterschiedliche endlosfaserverstärkte Thermoplast-Tapes, Duroplast-Prepregs und Dry-Fiber-Rovings mit derselben Anlage verarbeiten zu können. Die Basisplattform, die sich an unterschiedliche Roboter- und Portalsysteme anpassen lässt, kann je nach Anforderung mit austauschbaren Materialführungs- und Schneideeinheiten, Kühl- oder Heizelementen sowie individuellen Zusatzmodulen bestückt werden.
Als Wärmequellen können damit beispielsweise sowohl Lasersysteme als auch Infrarotstrahler dienen. Die Anlage lässt sich auf diese Weise schnell umrüsten, je nachdem ob thermoplastische Tapes, duroplastische Prepregs oder Dry-Fiber-Rovings verarbeitet werden sollen. Diese Eigenschaften sollem das System besonders für kleinere Unternehmen oder Forschungsinstitute interessant machen, die mit nur einer Anlage drei unterschiedliche Technologien einsetzen können.
Das Fraunhofer IPT bietet seinen Kunden an, den »Multi-Material-Head« individuell an die Anforderungen des Anwenders anzupassen und stellt dafür die entsprechenden Module bereit. Je nach Bedarf kann dann ein einzelner Standardkopf zum Einsatz kommen oder ein Komplettsystem inklusive Roboter und Kinematik, das von einem Entwicklerteam des Fraunhofer IPT eigens für den speziellen Einsatzzweck konfiguriert wird.
Auf der Fachmesse Composites Europe 2014 zeigen die Aachener Ingenieure vom 7. bis 9. Oktober 2014 in Düsseldorf die Variabilität des Geräts. Bereits am 11. März 2014 erhielt das Entwickler-Team rund um Dr.-Ing. Michael Emonts vom Fraunhofer IPT und Coert Kok vom Entwicklungspartner AFPT in Paris den JEC Europe Innovation Award 2014 in der Kategorie „Process“ für die Entwicklung des Multi-Material-Head.

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Redaktion: Christian Klein