Andreas Renschler

Andreas Renschler: Ich hoffe, dass wir im Sommer schon wieder auf 100 Prozent Produktion gehen können. - Bild: Daimler

Für Probleme könnten aber fehlende Teile und die Stromversorgung sorgen, sagte Daimler-Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler der Nachrichtenagentur dpa in Mannheim. Im Mai werde die Kapazität bei der japanischen Tochter Mitsubishi Fuso zu etwa 30 bis 40 Prozent ausgelastet. Daimler hatte nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami am 11. März die Bänder für mehrere Tage gestoppt. Seit dem 29. März wird die Produktion sukzessive wieder hochgefahren.

“Ich hoffe, dass wir im Sommer schon wieder auf 100 Prozent Produktion gehen können», sagte Renschler. «Das hängt aber sehr stark von der Verfügbarkeit der Teile ab. Bei Fuso haben wir noch ein paar kritische Zulieferer.” Das zweite Thema sei die Energieversorgung. In Japan gebe es zwei Stromnetze mit unterschiedlichen Frequenzen im Norden und im Süden. Der Ausfall im Norden könne deshalb nicht so einfach ausgeglichen werden.

“Wir gehen davon aus, dass es zu Ausfällen kommen kann, vor allem, wenn es ab Juni sehr heiß wird und die Klimaanlagen viel Strom verbrauchen”, sagte Renschler. “Wir versuchen uns darauf einzustellen und unsere Schichtmodelle anzupassen, zum Beispiel dadurch, dass wir Samstag, Sonntag oder in der Nacht arbeiten.” Daimler hat in Japan knapp 13.000 Mitarbeiter, rund 12.800 davon arbeiten bei Fuso.

dpa/Guido Kruschke