Zentrum Elektromobilproduktion RWTH Aachen

"Mit dem Zentrum für Elektromobilproduktion (ZEP) schaffen wir eine bisher einmalige Forschungsumgebung", sagte Achim Kampker, Inhaber des Lehrstuhls für Produktionsmanagement am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen, anlässlich der feierlichen Eröffnung. - Bild: RWTH Aachen

Mit ihrem Zentrum für Elektromobilproduktion antwortet die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen auf die globalen Herausforderungen zu den Themenbereichen Energie und Mobilität.

Der 12. November gilt als wichtiges Datum und als “großer Tag für die Elektromobilität in Aachen”, wie man am Lehrstuhl für Produktionsmanagement am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen betont. Das neue Zentrum für Elektromobilproduktion an der RWTH Aachen wurde just an diesem Datum eröffnet. Ein trefflicher Zeitpunkt, fällt darauf doch der IHK Innovationstag “Chancen, Netzwerk, Industrie”.

Das Zentrum für Elektromobilproduktion auf dem Campus der RWTH Aachen im Stadtteil Melaten besteht in der Endphase aus einer so genannten Anlauffabrik, einem Elektromobilitätslabor (E-Lab) sowie einer Demonstrationsfabrik. Die Einrichtung zählt zum Cluster für Integrative Produktionstechnik und soll unter anderem dazu dienen, interessierten Unternehmen die Möglichkeit zu eröffnen, produktionsreife Prototypen zu entwickeln und die Produktion ihrer Fahrzeuge, beziehungsweise deren Komponenten zu testen.

Die Grundlagen zur Durchführung des Projekts mit einem gesamten Investitionsvolumen von 17,6 Millionen Euro wurden im Laufe dieses Jahres durch die Genehmigung mehrerer Förderanträge durch das Land Nordrhein-Westfalen sowie das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geschaffen.

Start im engen Schulterschluss mit der regionalen Wirtschaft

Der Start erfolgte im engen Schulterschluss mit der regionalen Wirtschaft. In seiner Rede zur Eröffnung hob NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin die Bedeutung der hoch modernen Einrichtung im Endausbau, bestehend aus einer so genannten Anlauffabrik, einem Elektromobilitätslabor (E-Lab) sowie einer Demonstrationsfabrik, für den Technologie- und Industriestandort Nordhein-Westfalen hervor. Dr. Bernhard Heitzer, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie freute sich darüber, dass die Anlage besonders dem Mittelstand zugute komme.

Manfred Nettekoven, Kanzler der RWTH Aachen, würdigte das Zentrum für Elektromobilproduktion als Antwort der Hochschule auf die globalen Herausforderungen Energie und Mobilität. Er sagte, E-Mobilität sei ein sehr gutes Beispiel für diese Themen, mit Hilfe derer die RWTH national wie international sehr sichtbar werde. “Wir sind stolz darauf, ein so schnell wie so sichtbares Zentrum für diese Thematik errichten zu können, gleich in zwei Clustern auf dem Campus, Logistik und Produktionstechnik.”

Bert Wirtz, Präsident der Industrie- und Handelskammer Aachen, betonte den besonderen Nutzen dieser Einrichtung. Wirtz lobte: “Im Zentrum für Elektromobilproduktion können Unternehmen frühzeitig Produktionsprozesse simulieren und real testen, bevor sie für viel Geld eine eigene Produktion aufbauen. Dieser praktische Ansatz erleichtert den Wissenstransfer aus der Wissenschaft in die Wirtschaft und hilft so, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern.”

Prof. Dr.-Ing. Achim Kampker, Inhaber des Lehrstuhls für Produktionsmanagement am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen, hob in seinem Vortrag die Besonderheiten des Zentrums für Elektromobilproduktion hervor. Der Professor, federführend für den Aufbau des Zentrums und bundesweit einer der angesehensten Experten auf dem Gebiet der Elektromobilität, sagte: “Mit dem Zentrum für Elektromobilproduktion (ZEP) schaffen wir eine bisher einmalige Forschungsumgebung. Die innovativen Fertigungsressourcen entlang der gesamten Prozesskette ermöglichen die Nutzung neuer Freiheitsgrade bei der Montage von Elektrofahrzeugen sowie der Fertigung der Kernkomponenten der Lithium-Ionen-Batterie sowie des Elektromotors.”

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Götz Fuchslocher