Carbonfelge

Die durchgehend aus Verbundwerkstoff gefertigte Felge erfüllt die aktuellen Normen des deutschen Prüfinstituts TÜV für Metallfelgen. Bild: SABIC

Wesentliche Elemente dieser Innovation sind der patentierte ULTEM Kunststoff von SABIC und die patentierte Technologie zur dreidimensionalen Formgebung von Verbundwerkstoffen des Schweizer ETH-Spin-Offs Kringlan, bei dem BMW vor drei Jahren mit einer 17,51%-Beteiligung eingestiegen war.

Die Werkstofflösung zielt darauf ab, herkömmliche Materialien wie Metall und Aluminiumlegierungen zu ersetzen, damit Gewicht zu sparen und zudem Fertigungskosten zu senken. Auch sei die Wiederverwertbarkeit der Werkstoffe besser. Im Vergleich zu anderen thermoplastischen Werkstoffen biete das Verbundkunststoff-Konzept ULTEM eine „herausragende Festigkeit bei hohen Temperaturen, Dimensionsstabilität und Beständigkeit gegen Chemikalien.“

Für Thierry Materne, Vice President, Technology & Innovation der Geschäftseinheit Innovative Plastics von SABIC, ist die laufende Zusammenarbeit mit Kringlan „ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie wir innovative Unternehmen mit einzigartiger Technologie identifizieren, um zum Vorteil der gemeinsamen, nachgelagerten Industrien zusammenzuarbeiten.”

Weil die Felge dank des flexiblen Teiledesigns nicht nur mit herkömmlichen Metallspeichen, sondern auch mit Speichen aus kohlenfaserverstärktem ULTEM Verbundkunststoff gebaut werden kann, wird Potenzial zu noch größeren Gewichtseinsparungen gesehen.

Die durchgehend aus Verbundwerkstoff gefertigte Felge erfüllt die aktuellen Normen des deutschen Prüfinstituts TÜV für Metallfelgen. Dadurch eröffnet sich die Möglichkeit, um zusammen mit weiteren weltweiten OEM der Automobilbranche Prototypen von leichten Rädern nach ihren Designvorgaben und Spezifikationen zu entwickeln.

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Christian Klein