Sergio Marchionne Fiat breit

Sergio Marchionne: "Fiat hat sämtliche Investitionspläne in Italien auf Eis gelegt und wartet auf eine klare Gesetzgebung bei der Beschäftigung." - Bild: Fiat

Wie “The Detroit News” (Mittwoch) unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Bloomberg schreibt, läßt sich Marchionne nicht von seinem Weg abbringen, die Traditionsmarke Alfa Romeo neu aufzustellen. In Turin erklärte der Manager von Journalisten, daß sich Italien nun entscheiden müsse, ob der Prozess in diesem Umfeld stattfinden könne oder eben nicht. Ansonsten hätten “Fiat und Chrysler verschiedene Alternativen”, sagte Marchionne weitet. Wohin Fiat die Produktion verlagern würde, ließ der Manager allerdings offen.

Der Fiat-Konzern und seine US-Tochter Chrysler verlegen sich in Europa vermehrt auf Premiumfahrzeuge der Sportmarken Alfa Romeo und Maserati. Dazu gehört unter anderem der neue Sportwagen 4C von Alfa und die Sportlimousine Maserati Quattroporte. Damit sollen bis 2016 wieder Gewinne eingefahren werden. 2012 mußte die Autosparte von Fiat einen Verlust von mehr als 700 Million Euro hinnehmen. Ohne den Beitrag von Chrysler wäre der Verlust deutlich höher ausgefallen.

Italienischer Autobauer liegt im Streit mit der Gewerkschaft FIOM

Das Unternehmen benötige klare und verlässliche Regeln, bevor wieder vermehrt in Italien investiert werden könne, sagte er. Derzeit hat der Konzern sämtliche Investitionspläne im Heimatland auf Eis gelegt und wartet auf eine klare Gesetzgebung bei der Beschäftigung.

Fiat liegt weiter im Streit mit der Gewerkschaft FIOM, die neue Arbeitsvorschriften mit längeren Schichten und kürzeren Pausen ablehnt und entsprechende Vereinbarungen nicht unterzeichnet.

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The Detroit News/Guido Kruschke